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Artenvielfalt: Artenvielfalt der Schmetterlinge Europas schwindet

Von Europas 576 Schmetterlingsarten gelten mittlerweile 71 als bedroht und fast jedes europäische Land sei davon betroffen, berichten Biologen aus Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden um Chris van Swaay von der Schutzorganisation Dutch Butterfly Conservation.

Die Wissenschaftler hatten seit 1980 Informationen über das Vorkommen der Insekten in 45 Staaten Europas gesammelt. In diesen 25 Jahren sind 11 Prozent der Arten verschwunden. Während die Generalisten unter den Schmetterlingen mit einem Prozent Rückgang aber nur schwach gefährdet sind, kämpfen die Wiesenspezialisten ums Überleben: Fast ein Fünftel dieser Arten konnten die Forscher im Jahr 2005 nicht wieder finden. In Feuchtgebieten und Wäldern verringerten sich die Artenzahlen jeweils um etwa 15 Prozent. Verglichen mit Vögeln schneiden die Schmetterlinge allerdings etwas besser ab: Die Vielfalt der Wiesenvögel nahm jährlich um 1,5  Prozent ab, bei den Schmetterlingen waren es "nur" 0,8 Prozent.

Die Forscher beklagen, dass die Gebiete, in denen sich die Schmetterlinge tummeln, nach und nach verloren gehen und sehen darin den Hauptgrund für den Verlust der Artenvielfalt. Es sind vor allem vom Menschen geschaffene oder beeinflusste Lebensräume wie Wiesen oder Heidelandschaften, in denen die Tiere ihre Nahrung finden. Vor allem der Rückgang der Feuchtwiesen, die vielfach für die Landwirtschaft trocken gelegt wurden, mache sich bemerkbar.

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