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News: Astronaut Reiter fliegt als erster Deutscher zur ISS

Der deutsche Astronaut Thomas Reiter wird voraussichtlich in einigen Monaten zur internationalen Raumstation ISS fliegen. Reiter soll im Juli mit dem US-Spaceshuttle „Atlantis“ auf der Station eintreffen und anschließend sieben Monate dort bleiben. Er wäre damit der erste Deutsche an Bord der Raumstation und der erste ISS-Langzeitbewohner, der nicht aus den USA oder Russland stammt.

Die europäische Weltraumorganisation Esa wollte sich zunächst nicht auf einen konkreten Zeitplan für den Reiter-Flug festlegen. Der Starttermin hänge vor allem davon ab, ob und wann ein Spaceshuttle für die ISS-Mission eingesetzt werden kann. Die Nasa stellte ihre Shuttleflüge nach dem Columbia-Unglück im Februar 2003 ein, will sie aber im kommenden Mai mit dem Start der „Discovery“ wieder aufnehmen.

Nach seiner Ankunft auf der Raumstation soll Reiter intensiv mit der elften ISS-Langzeitbesatzung zusammenarbeiten. Diese wird sich laut Plan aus dem russischen Kosmonauten Sergeij Krikaljow und dem amerikanischen Astronauten John Phillips zusammensetzen und von April bis Oktober im All bleiben. Mit dem Deutschen als drittem Mann lasse sich die wissenschaftliche Arbeit auf der ISS deutlich intensivieren, betonte Krikaljow.

Thomas Reiter, der 1958 in Frankfurt geboren wurde, bringt bereits Weltraumerfahrung mit. 1995 verbrachter er 179 Tage an Bord der russischen Raumstation „Mir“. Er wurde mit dem russischen „Soyuz Return Commander“-Zertifikat ausgezeichnet, das ihn qualifiziert, eine 3-Personen-Soyuzkapsel zu kommandieren, während diese vom Weltraum aus zurückkehrt.

Für die Redaktion: Frank Schubert

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