Direkt zum Inhalt

Artemis-Programm: Die Astronauten Maurer und Gerst rechnen fest mit Mondflug

Auf der Raumstation ISS waren sie beide schon, auf dem Mond noch nicht. Das kommt noch, hoffen die deutschen Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer. Wer käme wohl zuerst an die Reihe?
Ein Astronaut in einem weißen Raumanzug führt einen Weltraumspaziergang durch. Der Helm spiegelt die Erde und Teile der Raumstation wider. Im Hintergrund ist der blaue Planet mit weißen Wolkenformationen zu sehen. Der Astronaut hält sich an einer Struktur der Raumstation fest. Auf dem Anzug ist eine Flagge zu erkennen.
Wird bei den ersten beiden Mondflügen des Artemis-Programms der NASA ein Deutscher mit an Bord sein? Darauf hoffen die beiden Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer.

Artemis III startet ohne sie, doch die deutschen Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer rechnen fest mit ihrem Ticket zum Mond. »Wir sind überzeugt, dass wir beide den Weg zum Mond schaffen«, so Maurer zur Deutschen Presse-Agentur auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA). 

Im Jahr 2027 soll Artemis III starten, jedoch ohne Mondlandung. Stattdessen wird die Mission in einer niedrigen Erdumlaufbahn Andockmanöver mit Mondlandefähren erproben. Als erster Europäer fliegt nicht, wie vorab angekündigt, ein Deutscher mit, sondern der Italiener Luca Parmitano. 

Die Entscheidung kam für die deutschen Astronauten nicht überraschend. »Wir wussten das«, sagte Gerst. Sind sie enttäuscht? »Im Gegenteil, das ist eine sehr gute Nachricht für Gesamteuropa«, so der Astronaut. Man dürfe nicht in einzelnen Missionen denken, es gehe um den Beginn eines neuen Zeitalters, in dem der Mond als nächster Kontinent erforscht werde, so seine Worte. »Und da geht es nicht um eine Mission, sondern um ganz viele.«

Für das Jahr 2028 sind gleich zwei Mondmissionen geplant: Artemis IV und Artemis V. Einigen, wer von den beiden mitfliegen dürfte, müssten sie sich nicht, sagte Maurer. »Der eine fliegt halt einen Flug eher, der andere fliegt dann halt den Flug danach.« 

ESA-Chef entscheidet, wer fliegt 

Wer entscheidet eigentlich, wer als Erster dran wäre? »Es ist meine Entscheidung«, so Josef Aschbacher, Chef der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Mehr wolle er nicht verraten. Der Flug zum Mond sei natürlich der wirklich interessante Flug. »Da sind wir momentan in sehr guter Diskussion mit der NASA.«

In der Vergangenheit gab es immer wieder Verzögerungen. An den Plänen für die Missionen 4 und 5 habe sich aber nichts geändert, sagte Aschbacher. Die Verantwortung liege bei der NASA, die ESA unterstütze mit Bauteilen. »Also, wir sind im Zeitplan und wir sind zuverlässig, aber die gesamte Verantwortung hat natürlich die NASA.« Gerst und Maurer sind erfahrene Astronauten. Gerst flog in den Jahren 2014 und 2018 zur Internationalen Raumstation ISS, Maurer im Jahr 2021.

Schreiben Sie uns!

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

Partnerinhalte

Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalität von Spektrum.de zu erhalten.