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Space X: Astronauten mit SpaceX-Kapsel auf dem Rückweg zur Erde

Sonntagabend soll die erste bemannte NASA-Mission in Zusammenarbeit mit einer Privatfirma enden. Schlechtes Wetter drohte die Heimkehr zu verzögern. Doch nun sind die Dragon-Crew-Astronauten auf dem Rückflug.
Am 8. März 2019 sank die unbemannte »Crew Dragon« auf die Erde nieder. Sie war zuvor auf der ISS gewesen.Laden...

Stand 2. August 2020

Erstmals in der bemannten Raumfahrtgeschichte hat die NASA Ende Mai 2020 Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) an Bord einer privaten Rakete der Firma SpaceX geschickt. Am Sonntag, den 2. August 2020, sollen Robert Behnken und Douglas Hurley an Bord der Kapsel »Crew Dragon« zur Erde zurückkehren.

NASA-Direktor Jim Bridenstine twitterte, dass die Astronauten am Abend vor der Küste Floridas nahe der Stadt Pensacola im Golf von Mexiko landen sollen. Bis zuletzt hatte das Wetter wegen des Wirbelsturms «Isaias» in der Region Sorgen bereitet. Allerdings soll das Tiefdruckgebiet an der östlichen Küste Floridas entlang ziehen – Hunderte Kilometer entfernt von Pensacola.

Wie das Fachmagazin »Space News« schreibt, ist die Rückkehr der Crew Dragon unter anderem vom Wind abhängig. Er dürfte nicht stärker als 16 Kilometer die Stunde wehen. Die NASA hat insgesamt sieben Landepositionen festgelegt, mindestens an zweien sollten die Wetterbedingungen gut sein.

So sieht der bisherige Plan aus

Die Heimkehr zur Erde hat für Behnken und Hurley in der Nacht von Samstag auf Sonntag begonnen, den 1. auf 2. August 2020. Derzeit ist geplant, dass die Kapsel diesen Sonntag um 20.42 Uhr auf der Erde ankommt.

Als die US-Raumfahrer am 30. Mai 2020 mit der Falcon-9-Rakete vom Kennedy Space Center gen ISS aufbrachen, schrieben die beiden Weltraumgeschichte. Bis dahin hatte noch nie ein privates Raumfahrunternehmen Menschen ins All befördert. Aus Kostengründen hatte die NASA bereits vor 14 Jahren das Förderprogramm Commercial Orbital Transportation Services ins Leben gerufen, um Firmen zur Entwicklung von Raketen und Kapseln aufzufordern, mit denen die ISS versorgt werden könne. Das Rennen hatte letztlich die von Elon Musk geführte Firma SpaceX gemacht. Ziel der amerikanischen Weltraumagentur NASA ist es, nicht mehr selbst Raketen zu entwickeln und zu betreiben, sondern diese Aufgaben von Dienstleistern erfüllen zu lassen.

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