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News: Auch geringe Bleibelastungen schädigen Kinder

Selbst geringe Bleikonzentrationen im Blut können die intellektuellen Fähigkeiten von Kindern beeinträchtigen, berichten Forscher aus den USA. Richard Canfield von der Cornell University und seine Kollegen hatten den Bleigehalt im Blut von 172 Kindern im Alter zwischen drei und fünf Jahren über einen Zeitraum bis zu 60 Monaten verfolgt.

Dabei zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen Bleibelastung und Intelligenz der Kinder: Der Intelligenzquotient lag bei Kindern mit einer Bleibelastung von 100 Mikrogramm pro Liter Blut im Schnitt um sieben Punkte niedriger als bei Kindern, deren Blut nur 10 Mikrogramm Blei pro Liter aufwies. Stieg die Bleikonzentration um weitere 100 Mikrogramm pro Liter an, dann sank der Intelligenzquotient der Kinder im Schnitt um fünf Punkte ab.

In den USA wie auch in Deutschland gilt ein Richtwert von 100 Mikrogramm Blei pro Liter Blut. Durch das Verbot bleihaltigen Benzins und weitere Umweltschutzmaßnahmen ist die Bleibelastung in den letzten Jahren immer weiter zurückgegangen. In der Europäischen Union soll bis 2013 der Blei-Grenzwert für das Trinkwasser schrittweise von 40 auf 10 Mikrogramm pro Liter herabgesetzt werden.

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  • Quellen
New England Journal of Medicine 348(16): 1517–1526 (2003)

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