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News: Auf dem Land schlägt es öfter ein

Ein Satelliten-gestützter Sensor, der Blitze auf und über der Erde registriert, hat in den ersten drei Monaten seiner Arbeitszeit eine überraschende Verteilung der elektrischen Entladungen offenbart: Danach sind Blitze über Landflächen viel häufiger als über den Meeren.
Von Dezember 1997 bis Ende Januar 1998 zuckten sogar 98 Prozent aller Blitze, die der Lightning Imaging Sensor (LIS) aufgezeichnet hat, über Landmassen.

"Unserer Auffassung nach beruht die erhöhte Blitzaktivität über dem Festland vor allem auf einer verstärkten Konvektion – dem ständigen Umwälzen der Atmosphäre. Diese tritt auf, wenn Wasser von der Erdoberfläche verdunstet und dabei Wärmeenergie in die obere Atmosphäre trägt", erklärte Hugh Christian, Leiter des LIS-Teams am Global Hydrology and Climate Center in Huntsville. "Gerade die Konvektion ist über dem Festland ungleich stärker. Folglich entstehen mehr Eis und somit auch mehr Blitze."

Seit seinem Start am 27. November 1997 als Teil der Tropical Rainfall Measuring Mission (TRMM) arbeitet LIS besser als erwartet. Er verfügt über Filter und eine Kamera, die so konstruiert wurde, daß sie nur das Licht eines aufleuchtenden Blitzes sieht: bei Tag und bei Nacht und selbst von einer Wolke zur anderen. Diese Bilder werden mit Aufnahmen von drei anderen TRMM-Instrumenten kombiniert, um die Beziehungen zwischen Blitzen und Sturmstrukturen und -aktivitäten zu untersuchen.

"Das Schöne an dieser Mission ist, daß uns die einzigartige Zusammenstellung der Instrumente an Bord des Satelliten gestattet, Hypothesen immer wieder zu testen", sagte Christian zu den ersten Ergebnissen. "Durch diese Mission werden wir fundamentale Einsichten in die Eigenschaften dieser konvektiven Stürme erhalten und somit die Auswirkungen auf globale Wetterabläufe besser einschätzen können."

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