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Astronomie: Aufsehen erregendes Sonnenflecken-Foto

Mit Hilfe eines neuen Korrektursystems konnte ein Sonnenfleck in bislang unerreichter Detailschärfe aufgenommen werden. Der Fleck AR 10805 mit einem doppelten Erd-Durchmesser wurde von einem Freiburger Sommerstudenten am amerikanischen Sonnenobservatorium NSO abgelichtet. Auf dem detailreichen Bild sind anders als bei früheren Aufnahmen die Gasstrukturen sehr gut zu erkennen, die für die Beurteilung der Magnetfelder von Sonnenflecken wichtig sind.

Die hohe Auflösung des
Sonnenfleck mit Gasstrukturen | Der Sonnenfleck AR 10805 mit seinen gut erkennbaren Gasstrukturen.
Bildes wurde mit Hilfe einer hochauflösenden Kamera und des erst kürzlich fertiggestellten Korrektursystems AO76 erreicht. Diese Adaptive Optik kann die Unschärfe korrigieren, die durch Störungen der Wellenfronten sichtbarer Strahlung ensteht, wenn diese die Erdatmosphäre passieren.

Sonnenflecken sind kühlere Bereiche, die weniger Licht aussenden und deshalb als dunklere Regionen auf der Sonnenoberfläche zu erkennen. Sie entstehen durch Störungen des Magnetfeldes der Sonne und werden von Sonnenreruptionen begleitet. Ihr Kern, die Umbra, ist meist von einer weniger dunklen Zone, der Penumbra, umgeben. Ihre Größe reicht von 1000 bis zu 200 000 Kilometern. Die Aufnahme deutet auf kleine magnetische Flusschläuche hin, die sich zwischen säulenartig aufsteigendem Gas am Rande des Sonnenflecks befinden.

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