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Saturnsystem: Augen auf bei Saturn!

Rhea und A-Ring von Saturn
Schon seit Juli 2004 umkreist die Saturnsonde Cassini den Ringplaneten und hat von dort schon viele zehntausend Bilder zurückgefunkt. Aber immer wieder gelingen der Sonde dabei Ansichten, die auch langjährige Saturnfans ins Erstaunen versetzen.

Auf dem ersten Bild ist der Saturnmond Rhea zu sehen, hinter ihm liegen die äußeren Bereiche des A-Rings. Rhea ist mit einem Durchmesser von 1528 Kilometern der zweitgrößte Begleiter des Ringplaneten. Er umrundet Saturn in einem Abstand von rund 530 000 Kilometern. Dies entspricht etwa dem 1,4-fachen Abstand unseres Mondes von der Erde.
Der Saturnmond Rhea | Der Saturnmond Rhea zeigt eine kraterreiche alte Oberfläche aus der Frühzeit des Sonnensystems. Im Hintergrund ist ein Teil des A-Rings von Saturn sichtbar


Auf dem Bild ist deutlich die sehr stark zerkraterte Oberfläche des Saturnmonds zu erkennen. Dies ist ein Beleg für ihr hohes Alter, sie dürfte mehr als vier Milliarden Jahre alt sein. Damit stammt sie aus der Frühzeit unseres Sonnensystems. Andere Bilder von Rhea zeigen, dass auf ihr wohl schon vor langer Zeit die geologische Aktivität erloschen ist, da ihr Inneres wohl weitgehend ausgekühlt ist.

Eine weitere Aufnahme ermöglicht uns einen Blick auf den kleinen Saturnmond Prometheus, der innerhalb des schmalen F-Rings den Saturn umrundet. Rechts von ihm zeigt sich die recht homogen wirkende Fläche des hellen A-Rings, der sich auch mit kleinen Amateurfernrohren leicht beobachten lässt. Die beiden schwarzen Bereiche im A-Ring sind die sehr schmale Keeler-Lücke nahe am äußeren Rand und die enckesche Teilung nahe dem rechten Bildrand.
Prometheus beim F-Ring | Der maximal 148 Kilometer große Saturnmond Prometheus unten links ist einer der "Schäfer-Monde" des schmalen F-Rings. Er sorgt mit seiner Schwerkraft für den Zusammenhalt des F-Rings. Rechts von ihm ist der A-Ring des Saturn zu sehen.


Der maximal 148 Kilometer große, kartoffelförmige Prometheus ist einer der beiden "Schäfer-Monde" des F-Rings. Ihre kombinierten Schwerkraftfelder sorgen dafür, dass sich die Ringpartikel des F-Rings nicht weiter ausbreiten können und der Ring daher sehr schmal bleibt.

Attraktiv sind auch Begnungen von Saturnmonden. Im dritten Bild fing Cassini am 11. November 2009 die beiden Monde Tethys und Enceladus auf einmal ein. Aus der Perspektive von Cassini bedeckte dabei Tethys Enceladus fast vollständig. Die Größenverhältnisse der beiden Monde stimmen jedoch nicht exakt, da sich Cassini bei der Aufnahme rund 300 000 Kilometer näher an Tethys befand als an Enceladus. Tethys ist mit einem Durchmesser von 1062 Kilometern mehr als doppelt so groß wie Enceladus mit 504 Kilometern.
Tethys bedeckt Enceladus | Der rund 500 Kilometer große Saturnmond Enceladus verschwindet fast zur Gänze hinter der rund doppelt so großen Tethys. Zum Zeitpunkt der Aufnahme befand sich die Raumsonde Cassini rund 300 000 Kilometer näher an Tethys als an Enceladus, so dass die Größenverhältnisse der be4iden Monde zueinander nicht exakt stimmen.


Falls Ihnen diese Bilder Lust auf mehr gemacht haben, so können Sie sich selbst auf Entdeckungsreise begeben: Sofort nach der Übertragung zur Erde sind die Rohbilder von Cassini im Internet öffentlich zugänglich. Klicken Sie einfach auf diesen Link und schon können Sie selbst die neuesten Bildresultate aus den Reich des Ringplaneten bewundern.

Tilmann Althaus

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