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Wetter: Australien schmort unter rekordverdächtiger Hitze

Eine frühe Hitzewelle sorgt für Rekordtemperaturen auf dem fünften Kontinent. Dabei kommt die heißeste Zeit des Südsommers erst noch.
Kuh im Outback (Symbolbild)Laden...

Noch hat der australische Sommer seinen Höhepunkt nicht erreicht, und doch purzeln schon Rekorde: 49,3 Grad Celsius wurden am zweiten Weihnachtstag 2018 in Tiny Marble Bar in Westaustralien aufgezeichnet. Auch wenn sich die ehemalige Bergbausiedlung als heißestes Städtchen Australiens bezeichnet, so bedeutet dieser Wert einen neuen Rekord seit Aufzeichnungsbeginn 1901. Verursacht wird die Hitze von einem Hochdruckgebiet über der Tasmanischen See, das sich nur sehr langsam bewegt und dadurch die Aufheizung großer Teile des fünften Kontinents ermöglicht, wie die Australische Wetterbehörde mitteilte. Für Metropolen wie Sydney und Canberra wurde sogar eine Warnung vor extremen Hitzebedingungen herausgegeben. Laut der westaustralischen Zweigstelle des Bureau of Meteorology sind die Luftmassen über dem Landesteil die heißesten, die jemals gemessen wurden.

Erst zum Jahreswechsel hin soll sich sich das Hoch so weit verlagert haben, dass kühlere Winde aus Süden das Landesinnere erreichen und die Temperaturen auf ein erträglicheres Niveau senken. Bis dahin gilt höchste Waldbrandgefahr in Teilen des Landes. Ungewöhnlich ist nicht nur das Ausmaß der Hitze, sondern auch der frühe Zeitpunkt, an dem sie auftritt. Normalerweise kommen die heißesten Wochen des Jahres erst im gegen Mitte oder Ende Januar. Das zeigt ebenso ein Vergleich mit den langjährigen Durchschnittstemperaturen: Die Hitzewelle sorgt dafür, dass die Werte um 10 bis 14 Grad Celsius über den üblichen Mittelwerten liegen.

Der Nordosten Australiens sieht sich dagegen mit anderen Extremen konfrontiert: Hier begann die Regenzeit sehr heftig mit einem Monsuntrog, der zu Dauerregen an Queenslands nördlicher Küste führt und beispielsweise in Cairns innerhalb von 24 Stunden 218 Millimeter und in Cooktown 180 Millimeter Regen brachte. Hier soll es noch mehrere Tage weiteren Dauerniederschlag geben, weswegen eine Überflutungswarnung herausgegeben wurde.

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