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News: Automobilkonzerne arbeiten mit Hochdruck am Elektroauto

Im Jahr 2003 soll ein fester Prozentsatz der Autos in einigen US- Bundesstaaten sogenannte Null-Emissions-Wagen sein. Als Favorit der Automobilindustrie, die auf der heute zu Ende gehenden 14. Weltausstellung rund um das Elektroauto in Orlando ihre Lösungen präsentiert, zeichnet sich der Batteriebetrieb ab.
Die endgültige Entscheidung für eines der drei als zukunftsweisend geltenden Batteriekonzepte steht noch aus. Zwar hat sich etwa die „Zebra”-Batterie von AEG bereits im Praxistest bewährt: Eine Ladung reicht für mehr als 100 Kilometer. Wegen seiner hohen Betriebstemperatur muß das Natrium-Nickel-Chlorid-Aggregrat allerdings auch bei Nichtgebrauch warmgehalten werden, will man die Wartezeit für ein erneutes Aufheizen umgehen.

Noch in Wartestellung befinden sich wegen fehlender Marktreife die beiden Kandidaten Lithium-Ionen und Lithium-Polymer-Batterie. Erstere werde schon in der Computerindustrie eingesetzt, sagt BMW-Experte Herbert Krantz, „aber beim Hochskalieren der Zellen ergeben sich schwer lösbare Probleme, wie zum Beispiel die Wärmeabfuhr”. Überdies muß der Stromspender aus flüssigem Lithium-Kobaltoxid und festem Kohlenstoff aufwendig elektronisch überwacht werden – andernfalls droht beim Laden Brandgefahr.

Auch die Lithium-Polymer-Batterie kämpft noch mit Kinderkrankheiten. Zwar ist der Stromspender mit rund 200 Kilometer Reichweite sehr leistungsfähig. Da metallisches Lithium mit der Zeit porös wird, kann die Batterie jedoch ohne Vorwarnung explodieren. Vermeiden läßt sich die Gefahr, indem die dünnen Lithiumschichten durch ebenso feine Polymerschichten voneinander getrennt werden. Doch die Forscher fahren durchaus mehrgleisig. „Wir arbeiten an vielen Fronten”, sagt Ford-Manager Mike McCabe, „dazu gehören Fahrzeuge mit Gasmotoren, die sogenannten Hybriden und auch Brennstoffzellenautos.”

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