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Mitmachen: Geben Sie dem Asteroiden 1999 JU3 einen Namen!

Möchten Sie sich mit Ihrem Namensvorschlag am Himmel verewigen? Die japanische Raumfahrtbehörde JAXA bittet um Namen für den Asteroiden 1999 JU3, dem Ziel ihrer Sonde Hayabusa-2.
Die japanische Asteroidensonde Hayabusa-2

Seit dem 3. Dezember 2014 ist die japanische Raumsonde Hayabusa-2 auf dem Weg zu einem kleinen Asteroiden, der bislang nur unter der wenig einprägsamen Bezeichnung 1999 JU3 bekannt ist. Um dies zu ändern, hat die japanische Raumfahrtbehörde JAXA einen öffentlichen Wettbewerb zur Namensfindung ausgeschrieben. Hier können Sie sich mit Ihren Vorschlägen einbringen, es dürfen durchaus mehrere sein.

Hayabusa-2 im Anflug auf 1999 JU3 (Computergrafik)
Hayabusa-2 im Anflug auf 1999 JU3 | Die japanische Raumsonde Hayabusa-2 startete am 3. Dezember 2014 zum Asteroiden 1999 JU3. Mit an Bord ist der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelte Lander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout), der auf dem Asteroiden aufsetzen und mit vier Instrumenten Messungen durchführen wird.

Für die Benennung gibt es einige Regeln, die unbedingt beachtet werden müssen: Der Name darf eine Länge von 16 Buchstaben nicht überschreiten, dies gilt einschließlich Leerzeichen oder Bindestrichen. Er sollte bevorzugt aus einem Wort bestehen und gut auszusprechen sein. Der Name darf nicht beleidigend oder rassistisch ausfallen, und er darf nicht identisch oder sehr ähnlich demjenigen eines bereits benannten Kleinplaneten sein. Sie können die Liste der benannten Kleinplaneten am Minor Planet Center in den USA einsehen und feststellen, ob Ihre Idee schon einmal jemand hatte und somit entfallen muss.

Um Ihre Vorschläge einzureichen, müssen Sie das offizielle Formular der JAXA verwenden. Es ist in Japanisch und Englisch verfasst. Dort geben Sie Ihren Namensvorschlag ein und schreiben eine kurze Begründung für Ihren Vorschlag. Zusätzlich werden dann noch Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Namen benötigt. Sie können Ihre Vorschläge bis zum 31. August 2015 einreichen.

Alle eingegangenen Vorschläge werden von einer Expertenkommission begutachtet, die aus Wissenschaftlern der JAXA und des Projektteams von Hayabusa-2 besteht. Dort wird eine Vorauswahl betrieben. Danach wird der favorisierte Name an das Project LINEAR übermittelt, das den etwa einen Kilometer großen Himmelskörper im Jahr 1999 entdeckte und das Recht zur endgültigen Benennung besitzt. Von dort wird dann der Namensvorschlag offiziell an die Internationale Astronomische Union übermittelt, die verbindlich über die Benennung von Himmelskörpern entscheidet. Gegen Ende November 2015 wird dann der endgültige Name von 1999 JU3 veröffentlicht.

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  • Quellen
http://www.isas.jaxa.jp/e/topics/2015/0722.shtml

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