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Kometen im September 2026: 260P/McNaught steht mitten in der Milchstraße

Der Septemberhimmel hält mehrere lohnende Ziele vor dem dichten Sternenhintergrund der Milchstraße bereit. Die Vielzahl an Strukturen eröffnet dabei vielfältige fotografische Möglichkeiten und eindrucksvolle Bildkompositionen.
Ein schwarz-weißes astronomisches Bild zeigt einen sternenübersäten Nachthimmel. Zwei Kometen mit langen, diffusen Schweifen sind in der Bildmitte sichtbar. Die Sterne variieren in Helligkeit und sind gleichmäßig über das Bild verteilt. Der Hintergrund ist dunkel, was die Leuchtkraft der Himmelskörper hervorhebt.
Am 7. September 2019 begegnete der Komet 260P/McNaught (links) dem etwa gleich hellen C/2018 N2 (ASASSN). Seinerzeit war McNaught 12,5 mag hell, in diesem Herbst ist er eine halbe Größenklasse schwächer.

Wenn Kometen durch das Band unserer Galaxis ziehen, können sie im dichten Sternengewimmel leicht untergehen und sind dadurch etwas schwieriger zu beobachten und zu fotografieren. Aber es gibt eine Entschädigung: Die Umgebung ist reich an galaktischen Objekten! Gerade fotografisch lassen sich auch schwache Nebelgebiete herausarbeiten. Der Komet 260P/McNaught etwa zieht in diesem Monat quer durch das Sternbild Fuhrmann, hoch am Morgenhimmel und mitten durch die Milchstraße. Er ist nicht allzu hell, aber fotografisch problemlos zu erfassen.

Nicht- und langperiodische Kometen

C/2024 J3 (ATLAS) strebt im Oktober seinem Helligkeitsmaximum entgegen, bleibt aber insgesamt noch recht lichtschwach. Der etwa 13 mag helle Schweifstern zieht oberhalb von Vega durch das Sternbild Leier und befindet sich dabei nahezu im Zenit.

Kurzperiodische Kometen

88P/Howell beschreibt zwar nur einen recht kleinen Bahnbogen im Sternbild Widder, positioniert sich dafür jedoch in beachtlicher Höhe am morgendlichen Himmel. Seine Helligkeit fällt von anfänglich 13,0 mag auf unter 13,5 mag zum Monatsende.

Die Helligkeit von 169P/NEAT erreicht im September ihren Maximalwert von 10 mag. Der Komet zieht vom »Kopf« des Löwen in das Sternbild Sextant und steht in ausreichender Höhe am Morgenhimmel. Auf seinem Weg begegnet er im Lauf des Monats zahlreichen Galaxien: Am 2. September kommt er den rund 12 bis 13 mag hellen Welteninseln NGC 3060, NGC 3041 und NGC 3053 nahe. Drei Tage später, am 5. September, passiert der Komet die elliptische Galaxie NGC 2954 (13 mag). Weniger als ein Grad trennen ihn am 14. September von der Balkenspirale NGC 2919 (13 mag) und der linsenförmigen Galaxie NGC 2911 (11,5 mag); der Stern 6 Leo kann dabei als Aufsuchhilfe dienen. Vier Tage darauf, am 18. September, hält sich 169P/NEAT nahe NGC 2906 (12,5 mag) auf, und am 27. September bewegt er sich scheinbar dicht an der Spiralgalaxie NGC 2990 (12,5 mag) vorbei – dann bereits im Sternbild Sextant.

260P/McNaught wandert im September vom Perseus in das Sternbild Fuhrmann – mitten durch das Band der Milchstraße (siehe »Im Schein der Galaxis«). Seine Helligkeit beträgt zwar nur 13 mag, dafür steht er hoch am Morgenhimmel. Die Region ist reich an galaktischen Objekten; fast immer findet sich etwas in seiner Nähe. So kommt der Komet am 19. September dem offenen Sternhaufen NGC 1857 (7 mag) sehr nahe.

Im Schein der Galaxis |

Im September durchquert 260P/McNaught den Fuhrmann und das sternenreiche Band der Milchstraße. Dabei führt ihn sein Weg an verschiedenen galaktischen Objekten vorbei.

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