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Meteore im Februar 2026: Geringe Fallraten aus dem Tierkreis

Im Februar macht sich vor allem die Anthelionquelle bemerkbar. Das ist eine diffuse Überlagerung von mehreren schwachen Meteorströmen. Die Fallraten sind eher gering.
Perseidenschauer
Es ist faszinierend, Sternschnuppen zu beobachten. Das geht im ganzen Jahr, aber zu bestimmten Zeiten sind besonders viele Meteore zu sehen.

Der Monat Januar sorgte mit den Quadrantiden für die ersten hohen Fallraten im neuen Jahr. Im Februar schließen sich nun wieder die geringen Raten der Sternschnuppen vor allem sporadischer Natur an. Die meisten einzelnen Strommeteore kommen aus dem Komplex der Anthelionquelle, wobei nur zwei bis drei Meteore pro Stunde zu beobachten sind. In diesem Jahr bietet sich für Beobachtungen der geringen Aktivität die zweite Monatshälfte an.

Anfang des Monats sind noch die Comae-Bereniciden zu beobachten. Obwohl die Drifttabelle nur Daten bis zum 30. Januar angibt, sind dennoch einige Meteore in den ersten Februartagen wie in den Jahren davor nachweisbar. Die Fallraten bewegen sich im Bereich von drei Meteoren je Stunde.

Dieser Monat wird bestimmt von der Anthelionquelle, bei der insgesamt eher weniger Sternschnuppen zu erwarten sind. Der Name bezieht sich auf ein diffuses Ausstrahlungsgebiet im Tierkreis, also der Ekliptik. Das ist die Ebene des Sonnensystems, in der sich alle Planeten bewegen. Projiziert an den Himmel verläuft die Ekliptik durch die Tierkreissternbilder sowie das Sternbild Schlangenträger. Bei der Anthelionquelle überlagern sich mehrere schwache Meteorströme geringer Aktivität. Selbst in Videodaten ist eine Unterscheidung in verschiedene Ausstrahlungspunkte nicht möglich, daher werden sie zu einem zusammengefasst.

Ausstrahlungspunkt der Anthelionquelle | Von Januar bis März 2026 verlagert sich der Ort, von dem Meteore der Anthelionquelle zu kommen scheinen, von dem Sternbild Krebs über den Löwen zur Jungfrau (von rechts nach links).

Zur Vereinfachung wurden diese Meteorströme dann zum ekliptikalen Komplex der Anthelionquelle zusammengefasst, da zum Beispiel bei der visuellen Beobachtung sonst eine sichere Zuordnung nur schwer möglich ist. Ihr Ausstrahlungspunkt (Radiant) verlagert sich im Verlauf des Monats in den südlichen Teil des Sternbilds Löwe (siehe »Ausstrahlungspunkt der Anthelionquelle«).

Trotz der geringen Raten zeigt sich besonders in diesem Monat bei den sporadischen Meteoren eine deutliche tageszeitliche Variation. Werden am Abend noch stündliche Fallraten mit bis zu fünf Meteoren registriert, können bis zu den frühen Morgenstunden teilweise mehr als zehn Meteore pro Stunde beobachtet werden. Der Apex, auch als Fluchtpunkt der Erdbewegung bezeichnet, ist einfach gesagt der Sonnengegenpunkt, aus dem gegen Morgen die meisten sporadischen Meteore kommen. Er gelangt im Februar erst ungefähr zwei Stunden nach Mitternacht über den Horizont. Die sichtbaren Meteore scheinen dann wie bei einem Radianten aus dieser Region zu kommen.

Tabelle Radiantendrift

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