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Beobachtungstipp: Auftritt der Perseiden

In den Nächten rund um den 13. August sind alljährlich unzählige, zum Teil sehr helle Sternschnuppen zu sehen. Sie gehören zu den Perseiden, einem der aktivsten Meteorströme im Jahr. Auch der Mond hält sich zu dieser Zeit zurück, sodass einer gelungenen Beobachtung kaum etwas im Wege steht.
Eine nächtliche Himmelsaufnahme zeigt einen Sternenhimmel mit zahlreichen Sternschnuppen, die in verschiedenen Richtungen über den Himmel ziehen. Im Vordergrund sind die Silhouetten von Bäumen zu sehen. Der Himmel ist mit unzähligen Sternen übersät, und die Milchstraße ist deutlich erkennbar. Die Szene vermittelt den Eindruck eines klaren, ungestörten Blicks auf das Universum.
Es ist faszinierend, Sternschnuppen zu beobachten. Das geht im ganzen Jahr, aber zu bestimmten Zeiten sind besonders viele Meteore zu sehen, wie im August zum Maximum der Perseiden. Zahlreiche davon sind in dieser zusammengesetzten Aufnahme zwischen dem 13. und 15. August 2024 zu sehen.

Zum Ende des Vormonats waren die Beobachtungsbedingungen noch sehr eingeschränkt – der Vollmond am 29. Juli überstrahlte viele der ohnehin tief stehenden Meteorströme. In diesem Monat verbessern sich die Bedingungen jedoch bis zur Monatsmitte, sodass zahlreiche Ströme ohne Einschränkungen beobachtet werden können.

Die Perseiden erreichen in diesem Jahr ihr Maximum am 13. August zwischen 04:00 und 05:00 Uhr Ortszeit (MESZ). Die Sonne befindet sich zu diesem Zeitpunkt zwischen 139,8 und 140,3 Grad entlang ihrer scheinbaren Bahn am Himmel, der Ekliptik. Der genaue Zeitpunkt vieler Meteorströme wird häufig über diese als Sonnenlänge bezeichnete Größe definiert, denn sie treten jedes Jahr bei derselben Sonnenposition auf – das ist exakter als ein Kalenderdatum. Der erwartete Höhepunkt der Perseiden liegt damit im Jahr 2026 zwischen dem 12. August, 23:00 Uhr, und dem 13. August, 11:00 Uhr Ortszeit. Zu Beginn der Nacht erreicht der Radiant – also der Punkt am Nachthimmel, aus dem die Meteore zu kommen scheinen – im Sternbild Perseus bereits eine Höhe von rund 30 Grad über dem nordöstlichen Horizont (siehe »Boten des Sommers«). Aufgrund des Neumonds am 12. August herrschen optimale Beobachtungsbedingungen. Laut aktuellen Vorhersagen wird das diesjährige Maximum allerdings merklich unter der üblicherweise angegebenen (zenitalen) stündlichen Fallrate (englisch: zenithal hourly rate, ZHR) von 100 liegen. Neben dem Hauptmaximum traten in den vergangenen Jahren ein bis zwei Tage später auch immer wieder einzelne Nebenmaxima auf – in den Jahren 2022 bis 2024 blieben sie jedoch aus. Die Nächte vor und nach dem erwarteten Maximum sollten dennoch in die Beobachtungsplanungen einbezogen werden.

Boten des Sommers |

Die Perseiden sind einer der bekanntesten und aktivsten Ströme im Jahr. Ihr Radiant zieht im August vom namengebenden Sternbild Perseus in die benachbarte Giraffe.

Mit den Kappa-Cygniden erreicht am 17. August ein weiterer Meteorstrom sein Maximum. Der Radiant befindet sich im Sternbild Schwan und ist damit zirkumpolar, bleibt also während der gesamten Nacht über dem Horizont. Zum Maximum betragen die Raten etwa drei Meteore pro Stunde, die sich ohne Einschränkungen bevorzugt in der zweiten Nachthälfte beobachten lassen. Vergangene Aufzeichnungen zeigen ein deutliches Maximum bei einer Sonnenlänge von 144 Grad – das entspricht meist dem 16. August – sowie eine klar erkennbare Aktivität im Zeitraum vom 2. August bis Anfang September. Erhöhte Raten wurden in den Jahren 2007, 2014 und 2021 registriert. Die Sternschnuppen der Kappa-Cygniden sind auffallend langsam; auch hellere Erscheinungen können dabei auftreten.

Der Meteorstrom der Eta-Eridaniden beginnt seine Aktivität am 31. Juli und ist bis zum 19. August zu beobachten. Das Maximum wird am 7. August erreicht. Bis zum eintretenden Neumond am 12. August verbessern sich die Bedingungen zu Beginn des Monats. Meteore dieses Stroms sind am besten in der zweiten Nachthälfte zu beobachten. Der Radiant des eher unauffälligen Meteorstroms steht dabei recht tief im namengebenden Sternbild Eridanus, dem Himmelsfluss, über dem südöstlichen Horizont.

Tabelle: Radiantendrift

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