Meteore im September 2026: September-Epsilon-Perseiden ungestört zu beobachten

Der Meteorstrom der Aurigiden im Sternbild Fuhrmann (Auriga) ist bereits seit Ende August aktiv und erreicht in der Nacht vom 31. August auf den 1. September sein Maximum – die Beobachtung wird allerdings durch den Vollmond stark beeinträchtigt. Unter idealen Sichtbedingungen sind etwa zehn Meteorerscheinungen pro Stunde zu erwarten.
Nach den Aurigiden übernimmt ab dem 5. September der Strom der September-Epsilon-Perseiden den Nachthimmel. Die maximale Fallrate wird dieses Jahr am 9. September gegen 20:00 Uhr MESZ erreicht. Der Mond positioniert sich am 11. September zwischen Erde und Sonne (Neumond), sodass das Maximum dieses Jahr ohne Einschränkungen verfolgt werden kann. Im Aktivitätszeitraum der September-Epsilon-Perseiden werden häufiger auch auffallend helle Meteorerscheinungen beobachtet. Die zu erwartenden Raten liegen im Bereich von acht Meteoren pro Stunde. Der Radiant bewegt sich im namensgebenden Sternbild Perseus und steht damit bereits in der ersten Nachthälfte ab etwa 23:00 Uhr in ausreichender Höhe über dem Horizont (siehe »Meteorspuren aus dem Perseus«).
Anfang September erreichen die September-Epsilon-Perseiden ihr Maximum und können gelegentlich auffallend helle Sternschnuppen hervorbringen. Ihr Radiant zieht während des Aktivitätszeitraums langsam durch das Sternbild Perseus.
Im letzten Monatsdrittel, ab dem 20. September, setzt zunächst die Aktivität der südlichenTauriden ein. Bis in den Dezember hinein entwickeln sie sich zur dominierenden Komponente unter den ekliptikalen Meteorströmen, also jenen, die entlang der scheinbaren Bahn der Sonne (Ekliptik) auftreten. Es sind vor allem langsame Sternschnuppen mit Fallraten von fünf Meteoren pro Stunde zu beobachten. Ab dem 20. September endet zudem der Aktivitätszeitraum der Anthelionquelle vorübergehend.
Als ein möglicher neuer Meteorstrom werden die September-Lynciden in der Liste aufgeführt. Von etwa Mitte September bis in den Oktober hinein ergibt sich eine merkliche Aktivität aus dem Sternbild Luchs. Am 25. September 2023, kurz nach Mitternacht, konnte bereits eine erhöhte Fallrate registriert werden, die sich dem oben genannten Strom zuordnen lässt. Es gibt wenigstens zwei Ursprungsregionen, die jedoch bei visuellen Beobachtungen kaum auseinanderzuhalten sind und unter der Bezeichnung »September-Lynciden« zusammengefasst werden können. Die Aktivität beginnt etwa mit dem Maximum der September-Epsilon-Perseiden und kann bis Mitte Oktober anhalten. Beobachtungen aus dem genannten Zeitraum zur präziseren Charakterisierung des Meteorstroms sind daher ausdrücklich willkommen.
Der Strom der Tages-Sextantiden kann von Anfang September bis Anfang Oktober verfolgt werden. Das Maximum tritt etwa am 1. Oktober ein; die genaue Uhrzeit sowie seine Stärke bleiben allerdings unsicher. Der Radiant wandert im Lauf des Monats von der Wasserschlange in das namensgebende Sternbild Sextant. Bei optimalen Bedingungen sind kurz vor der Morgendämmerung noch vereinzelte »Sextantiden« zu beobachten. Dieses Jahr sind die Sichtbedingungen durch den abnehmenden Mond zum Zeitpunkt der größten Aktivität jedoch stark beeinträchtigt. Es empfiehlt sich, nur kurze Beobachtungsintervalle zu wählen, da sich die Bedingungen am Morgenhimmel rasch ändern.
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