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Meteore im Juli 2026: Zahlreiche kleinere Ströme prägen die erste Julihälfte

Die länger werdenden Nächte im Juli bieten wieder mehr Gelegenheiten für die Beobachtung einiger Meteorströme. Besonders die erste Monatshälfte eignet sich dafür am besten.
Sternenbedeckter Nachthimmel mit mehreren Meteoren, die als helle, leuchtende Streifen erscheinen. Die Milchstraße ist als nebliges Band sichtbar, das sich diagonal über das Bild erstreckt. Die Meteore variieren in Helligkeit und Richtung, was auf einen Meteorstrom hindeutet. Der Himmel ist klar und voller Sterne unterschiedlicher Helligkeit.

Mit den Alpha-Capricorniden startet der erste Meteorstrom des Monats am 3. Juli seine Aktivität. Dieser kann sogar bis über das Monatsende hinaus beobachtet werden und erreicht am 31. Juli sein Maximum. Die langsamen Meteore der Alpha-Capricorniden unterscheiden sich deutlich von anderen Strömen in diesem Zeitraum; gelegentlich treten auch hellere Erscheinungen auf. Mit dem herannahenden Neumond am 14. Juli werden die Beobachtungsbedingungen zur Monatsmitte hin zunehmend günstiger. Die maximale Fallrate beträgt fünf Meteore innerhalb von einer Stunde.

Vom 4. bis 14. Juli sind die Juli-Pegasiden aktiv. Das Maximum tritt am 10. Juli ein. Der scheinbare Ausstrahlungspunkt am Himmel (Radiant) liegt dann bei einer Rektaszension von 347 Grad und einer Deklination von +11 Grad im Sternbild Pegasus. Die Beobachtungesbedingungen sind jedoch durch das Mondlicht beeinträchtigt, da unser Trabant am 7. Juli sein letztes Viertel erreicht. Der Radiant der Juli-Pegasiden bleibt für mittlere nördliche Breiten während der gesamten Nacht oberhalb des Horizonts. Unter günstigen Bedingungen erreichen die Fallraten maximal fünf Meteore je Stunde.

Der Strom der SüdlichenDelta-Aquariden beginnt seine Aktivität ab dem 12. Juli und erreicht sein Maximum am 31. Juli bei erwarteten Fallraten von bis zu 25 Meteoren pro Stunde. Zu Beginn des Monats steht der Radiant noch im Sternbild Steinbock und bewegt sich im Zeitraum der Aktivität durch den Wassermann. Die Partikel der Südlichen Delta-Aquariden haben eine wesentlich höhere geozentrische Geschwindigkeit und heben sich so klar von jenen der Alpha-Capricorniden ab. In diesem Jahr ist die Beobachtung dieser beiden Ströme allerdings nur mit großen Einschränkungen möglich, da ihre Maxima auf den Zeitraum um den Vollmond am 29. Juli fallen.

Auf der Flucht | Der Radiant der Alpha-Capricorniden bewegt sich im Juli vom Sternbild Schütze in den Steinbock. Dort holt ihn gegen Ende des Monats der Vollmond ein, sodass eine sinnvolle Beobachtung des Meteorstroms nur in der ersten Monatshälfte gegeben ist.

In der letzten Julidekade sind die Juli-Gamma-Draconiden aktiv. Im Maximum befindet sich der Radiant des etwas unscheinbareren Stroms im Sternbild Drache bei einer Rektaszension von 280 Grad und einer Deklination von +51 Grad. Er erreicht diese Position am 28. Juli gegen 15:00 MESZ. In den zurückliegenden Jahren von 2017 bis 2024 wurde keine auffallende Aktivität festgestellt; die bisher vorliegenden Daten der Gesamtaktivität zeigen, dass dieser Strom jährlich auftritt und ein kurzes variables Maximum hat. Die Meteore haben eine geringe geozentrische Geschwindigkeit und erzeugen langsame Sternschnuppen. Es werden Fallraten von rund fünf Meteoren pro Stunde erwartet.

Nach der Monatsmitte sind im Sternbild Kassiopeia bereits die ersten Sternschnuppen der Perseiden zu beobachten. Allerdings verschlechtern sich die Beobachtungsbedingungen des bekannten Meteorstroms aufgrund des Vollmonds bis zum Monatsende – auch über den Monatswechsel hinaus.

Tabelle: Radiantendrift

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