Meteore im März 2026: Flaute im Frühjahr mit wenigen Sternschnuppen erwartet

Im Monat März begleiten uns wie im Vormonat weiterhin geringe Fallraten. Neben sporadischen Meteoren sind vorherrschend Sternschnuppen aus dem ekliptikalen Komplex der Anthelionquelle zu beobachten (siehe SuW 2/2026, S. 56). Die Bedingungen für mögliche Beobachtungen verbessern sich durch den abnehmenden Mond zur Monatsmitte hin, um die geringen Raten von bis zu drei Meteoren pro Stunde zu verfolgen.
Der Radiant ist ein ausgedehntes Gebiet in der Ekliptikebene, das sich zu Monatsbeginn unterhalb des Sternbilds Löwe befindet. Dieses Gebiet wandert bis zum Monatsende in das Sternbild Jungfrau. Die geringe Eintrittsgeschwindigkeit erzeugt dabei langsame Sternschnuppen.
Einzelne Teilströme um den Radianten, der unter dem Namen »Anthelionquelle« zusammengefasst wird, sind in einem geringen Ausmaß zeitweise aktiv. Die möglichen Fallraten bleiben wie schon im Februar gering und liegen im Bereich der sporadischen Meteore, wobei hier im günstigsten Fall von zwei bis drei Strommeteoren auszugehen ist. Eine Verfolgung möglicher höherer Fallraten in der Zeit geringer Meteoraktivität ist lohnenswert, um sie mit Sichtungen anderer Beobachter zu vergleichen und für weitergehende Auswertungen zu verwenden.
Grundsätzlich nimmt im Verlauf einer Nacht die Zahl der sichtbaren Meteore bis in die Morgenstunden zu. Man sollte sich in Zeiten geringerer Fallraten immer auf die zweite Nachthälfte konzentrieren, denn Beobachtungen während der Abendstunden in den Monaten Februar und März sind wegen der geringeren Anzahl sichtbarer Sternschnuppen wenig ergiebig. Bevorzugt sollte bei visuellen Beobachtungen mit Karte beobachtet werden, da sich die wenigen Meteore innerhalb einer Stunde durch die Eintragungen sicherer als Strommeteore zuordnen lassen.
Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.