Meteore im Mai 2026: Eta-Lyriden gut zu beobachten

Anfang Mai ist der Meteorstrom der Eta-Aquariiden bereits aktiv. Sein Aktivitätsmaximum erreicht er am 6. Mai, das sich aber nur in den Morgenstunden beobachten lässt. Der Radiant, also der scheinbare Punkt am Himmel, aus dem die Meteore zu kommen scheinen, geht gegen 03:00 Uhr Ortszeit auf. Selbst bei optimalen Bedingungen ist das Zeitfenster auf nur eine Stunde begrenzt. Zum Maximum liegt die Fallrate zwischen 40 und 65 Sternschnuppen pro Stunde. Dies gilt allerdings nur für niedrigere Breiten bis 40 Grad Nord und bei optimalen Bedingungen, die in diesem Monat durch den hellen, abnehmenden Mond am Morgen jedoch stark beeinträchtigt werden. Die visuellen Daten ab dem Jahr 1984 zeigen im Aktivitätszeitraum vom 3. bis zum 10. Mai eine zenitale stündliche Rate (englisch: Zenithal Hourly Rate, ZHR) von durchschnittlich 30 Meteoren. Außerhalb des Maximums kann mit einer halb so hohen ZHR gerechnet werden. Die ZHR gibt die Anzahl der Meteore an, die ein Beobachter bei idealen Bedingungen innerhalb einer Stunde am Radianten im Zenit sehen würde. Bei optimalen Bedingungen lassen sich in unseren Breiten höchstens vier bis acht Eta-Aquariiden-Meteore im Zeitraum des Maximums beobachten.
Der Meteorstrom der Eta-Lyriden ist vom 5. bis 14. Mai aktiv. In diesem Jahr fällt das Maximum am 10. Mai mit dem letzten Viertel des Mondes zusammen, sodass Beobachtungen nicht allzu stark beeinträchtigt werden. Aufgrund der wenigen Strommeteore ist eine sorgfältige Zuordnung, etwa mithilfe einer Sternkarte, empfehlenswert. Der Radiant ist für den Beobachter die gesamte Nacht über dem Horizont. Aus den visuellen Daten im Zeitraum von 2007 bis 2021 ergeben sich mittlere ZHRs von drei bis vier Meteoren je Stunde.
Die Anthelionquelle mit Raten zwischen zwei und vier Sternschnuppen pro Stunde bleibt weiterhin aktiv. Es kommt nur zu geringen Variationen der Aktivität, der Radiant verlagert sich in den Bereich des Sternbilds Skorpion.
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