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Kölner Stadtarchiv: Bergung von Dokumenten

Kölner Stadtarchiv
In Kürze soll die Bergung der kostbaren Schriften aus dem eingestürzten Stadtarchiv in Köln beginnen. Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bemühen sich in der Restaurierungswerkstatt des LWL-Archivamtes in Münster um die Konservierung des beschädigten Materials. Die Experten tragen dabei unter "Reinraum-Bedingungen" Verschmutzungen ab und trocknen feuchte Handschriften oder Akten mit einem Spezialverfahren.

"Es ist zu befürchten, dass ein Teil der Akten und Urkunden unter den Schuttbergen Feuchtigkeitsschäden davontragen werden. Mit der sogenannten Gefriertrocknung können teilweise durchnässten Archivalien vor dem Zerfall bewahrt werden", sagt Marcus Stumpf, Leiter der Amtes für Westfalen. Dazu müssen die nassen Akten am besten eingefroren werden, zum Beispiel in Kühlhäusern.

In der Gefriertrocknungsanlage des LWL, die Ähnlichkeit mit einem normalen Gefrierschrank hat, werden die Akten dann einem Vakuum ausgesetzt. Das Eis wird dadurch sofort gasförmig und kann abgesaugt werden.

"So vermeiden wir, dass die wertvollen Dokumente verkleben und schimmeln", erläutert Stumpf. In Münster stehen zwei Trockenschränke mit einer Kapazität von jeweils einem Kubikmeter zur Verfügung. Die Trocknung allein dauert je nach Umfang und Nässe der Dokumente bis zu einer Woche. Erst dann können sie von Schlamm und Schmutz befreit werden.

Da die Kapazitäten der Gefriertrocknungsanlage begrenzt sind, können nicht alle Akten und Dokumente sofort getrocknet werden. Der Großteil der Unterlagen wird aus diesem Grund in einem Kühlhaus im Münsterland zwischengelagert.

LWL

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