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Geburtskomplikationen: Bewahrt kühler Kopf Neugeborene vor schweren Hirnschäden?

Eine Kühlung des Kopfes könnte manche Neugeborene womöglich vor hypoxisch-ischämischer Enzephalopathie schützen – einer Hirnschädigung, die infolge von Sauerstoffunterversorgung des Herzens und des Gehirns während der Geburt entsteht. Wie neuseeländische Forscher von der Universität Auckland jetzt im Rahmen einer Studie an rund 230 Neugeborenen mit hypoxisch-ischämischer Enzephalopathie feststellten, reichte es aus, die Gehirntemperatur um zwei bis fünf Grad zu senken, um die Hirnfunktionen zu verbessern und das Risiko von Folgeschäden zu mindern.

Allerdings spielt bei dieser Behandlung der Zeitfaktor eine Rolle: Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn die Therapie möglichst früh begonnen wird und 24 bis 72 Stunden andauert. Bei starker Schädigung des Gehirns wirkt die Kühlmethode jedoch nicht.

Die Forscher hatten durch das Aufsetzen kühlender Kappen den Prozentsatz der Kinder, die an der Enzephalopathie starben oder sie nur mit schwerster Behinderung überlebten, allerdings nur von 66 auf 55 Prozent senken können – die bessernde Wirkung ist damit statistisch nicht signifikant. Eine Sauerstoffunterversorgung während der Geburt betrifft zwei von tausend Neugeborene.

Auch Erwachsene könnten von der Entdeckung von Alistair Gunn und ihrem Team profitieren: So gibt es Überlegungen, die Kühlmethode auch bei Patienten nach einem Herzstillstand anzuwenden.
29.01.2005

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 29.01.2005

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