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Krebserkrankungen: Bewegung beugt Krebs vor

Rennende Maus
Regelmäßige Bewegung kann Haut- und Dramkrebs vorbeugen – zumindest bei Mäusen. Nach den Ergebnissen zweier Studien entwickeln Tiere, die sich im Laufrad austoben konnten, weniger Tumoren als Artgenossen, denen keine sportliche Betätigung zur Verfügung steht.

Die Forscher um Yao-Ping Lu von der Rutgers-Universität in Piscataway hatten haarlose Mäuseweibchen 16 Wochen lang mit dem als besonders krebserregend geltenden UV-B-Licht bestrahlt. Die eine Hälfte der Tiere lebte in einer Behausung mit Laufrädern, während die andere Hälfte mit Standard-Laborkäfigen vorlieb nehmen musste. Wie sich zeigte, entwickelte sich bei den sportlichen Mäusen deutlich weniger Hautkrebsgeschwulste, die Tumoren waren kleiner und wuchsen auch langsamer als bei ihren inaktiven Artgenossen [1].

Lisa Colbert von der Universität von Wisconsin in Madison und ihre Kollegen arbeiteten mit Mäusemännchen-Mutanten, die zu Darmkrebs neigten. Auch hier hatte eine Gruppe der Tiere Zugang zu Laufrädern, die andere nicht. Nach zehn Wochen waren sechs der 23 Kontrolltiere an Darmpolypen gestorben, während alle 24 aktiven Mäuse noch lebten [2].

Warum körperliche Bewegung Krebswucherungen verzögert, wissen die Forscher noch nicht. Sie vermuten, dass bei den sportlichen Mäusen – die deutlich weniger Körperfett als ihre trägen Artgenossen hatten – der programmierte Zelltod, der entartete Zellen eliminiert, besser funktioniert.

Beim Menschen gibt es bereits Hinweise, dass sportliche Betätigung Darmkrebs vorbeugen kann. Ob dies auch für Hautkrebs gilt, ist jedoch noch nicht durch klinische Studien belegt.

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