Direkt zum Inhalt

News: Bluthochdruck-Risiko schon bei Neugeborenen abschätzbar?

Neugeborene mit einer Vorliebe für Salziges haben einen höheren Blutdruck als Babys, die kein Salz mögen. Das fanden Ärzte der Harvard Medical School nach Untersuchungen an fast 300 Kindern heraus. Hatten die Kinder dazu noch Großeltern mit Bluthochdruck (Hypertonie), war der Blutdruck noch etwas stärker erhöht. Die Wissenschaftler glauben allerdings, dass es noch zu früh ist, um mit ihrem Test ein Kind sicher als hypertoniegefährdet einzustufen. Ein Zusammenhang zwischen Salzkonsum und erhöhtem Blutdruck ist schon länger bekannt, einer zwischen Salzvorliebe und Hypertonie im Alter dagegen nicht.

Die Neugeborenen bekamen in den ersten drei Tagen nach ihrer Geburt über einen speziellen Schnuller lediglich einen Tropfen Salzwasser, Zuckerwasser oder normales Wasser auf die Zunge. Dann maßen die Ärzte, wie stark das Baby am Schnuller saugte, und stellten so dessen Vorliebe fest. Anschließend wurde einen Monat lang der Blutdruck der Kinder gemessen. Die Kinder, die Salzwasser bevorzugt hatten, wiesen etwas höhere Werte auf als ihre Altersgenossen, die eine Abneigung gezeigt hatten. Ein Zusammenhang zwischen einer Vorliebe für Zucker und erhöhtem Blutdruck bestand nicht.

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Quellen
Hypertension: Journal of the American Heart Association 10.1161/01.HYP.0000029973.76439.AB (2002)

Partnerinhalte