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News: Blutstammzellen aus dem Bioreaktor

Biotechnologen des Forschungszentrums Jülich entwickelten zwei neue Bioreaktoren, in denen blutbildende Stammzellen, aber auch reife Blutzellen in großem Maßstab kultiviert und vermehrt werden können. Blutbildende Stammzellen sind in der Krebstherapie überlebenswichtig für den Patienten. Bislang war eine Knochenmark-Spende die einzige Chance, sie zu übertragen. Auch in Nabelschnurblut sind diese wertvollen Zellen enthalten, jedoch nicht in ausreichender Menge. Mit dem neuen Reaktor ließe sich nun der Bedarf decken, klinisch relevante Mengen können bereits produziert werden.

Der neue Bioreaktor zur Kultivierung von blutbildenden Stammzellen nutzt dabei kleine poröse Kugeln aus Kollagen, einem Eiweiß, in deren Hohlräumen sich die Stammzellen wie in den Nischen des Knochenmarks ansiedeln können. Auf überraschend einfache Weise werden die blutbildenden Zellen schließlich von den Wissenschaftlern geerntet: ein Enzym wird zugegeben und löst die Kugeln auf. Übrig bleiben die wertvollen Zellen.

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  • Quellen
Forschungszentrum Jülich

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