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Impfschutz gegen Corona: STIKO empfiehlt Booster für alle Erwachsenen

Alle Menschen über 18 Jahren sollen in Deutschland eine Impfauffrischung bekommen, sagt die Ständige Impfkommission. Diese Empfehlung war schon vor einigen Tagen angekündigt worden.
Im November 2021 warten Menschen vor Impfzelten in Hannover

Die Ständige Impfkommission (STIKO) spricht sich für Corona-Auffrischimpfungen für alle Menschen ab 18 Jahren aus. Das teilte das Gremium am Donnerstag, den 18.11. 2021 in Berlin mit. Ein entsprechender Beschlussentwurf sei zur Abstimmung an Fachkreise und Bundesländer gegangen, daher seien Änderungen noch möglich: Es handelt sich demnach noch nicht um eine finale STIKO-Empfehlung.

Angekündigt worden war der Schritt aber bereits vor einigen Tagen vom STIKO-Vorsitzenden Thomas Mertens, zudem hatte die STIKO die Vorteile des Boosterns herausgestellt und mitgeteilt, es sei aus »immunologischen und infektionsepidemiologischen Gründen sinnvoll«. Experten hatten eine Empfehlung für Booster-Impfungen bereits gefordert. Die Auffrischungsimpfung sollte in der Regel im Abstand von sechs Monaten zur letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung erfolgen. Bisher war sie aber von der STIKO nur für Menschen ab 70, für Menschen mit Immunschwäche, Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegepersonal empfohlen.

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Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen und einer großen Zahl noch gänzlicher ungeimpfter Menschen in Deutschland hatten mehrere Experten und Politiker zuletzt Druck gemacht, mehr und schneller Auffrischimpfungen zu verabreichen. Damit verknüpft sich die Hoffnung auf einen abschwächenden Effekt auf die Virusverbreitung in der Bevölkerung. Die STIKO dämpft jedoch Hoffnungen auf allzu schnelle Effekte: »Die epidemiologische Auswirkung durch eine verminderte Transmission wird erst bei hohen Impfquoten bei Auffrischimpfungen deutlich wirksam werden«, schreibt sie. Bisher haben in Deutschland 5,7 Prozent der Bevölkerung eine Auffrischimpfung erhalten, bei den Menschen ab 60 Jahren sind es 13,8 Prozent.

Der Schutz vor einer Infektion mit Sars-CoV-2 lässt bei Geimpften mit der Zeit nach, das zeigen Studien. Insbesondere ältere oder vorerkrankte Menschen sind weniger gefeit vor schwerer Erkrankung. Mit einer Auffrischung kann man den Schutz wieder merklich verbessern. Ein Schema mit drei Impfstoffdosen ist auch von anderen Impfungen bekannt.

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