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Dermatologie: Brokkolisalbe schützt vor UV-Schäden

Brokkoli enthält Substanzen, welche die Reparaturmechanismen in Hautzellen fördern. Extrakte aus der Pflanze, die auf die Haut aufgetragen werden, schützen damit vor schädlicher UV-Strahlung und beugen Hautkrebs vor, haben Wissenschaftler in den USA herausgefunden.

Die Arbeitsgruppe von Paul Talalay von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hatte bereits 1992 in Brokkoli die Substanz Sulphoraphan entdeckt. Es wirkt als Antioxidans, indem es Sauerstoff entgiftende Enzyme aktiviert und damit das Wachstum von Tumoren hemmt.

Die Forscher behandelten nun die Haut von Mäusen sowie sechs Freiwilligen mit Brokkoli-Extrakten und bestrahlten die Hautpartien anschließend mit ultraviolettem Licht. Als Maß für Hautschädigungen bestimmten die Mediziner den Grad von Hautrötungen, so genannter Erytheme.

Im Vergleich zu unbehandelten Hautstellen verminderte die Pflanzencreme die Hautrötungen um durchschnittlich 37 Prozent. Dabei variierten die Messwerte bei den einzelnen Versuchspersonen sehr stark von 8 bis 78 Prozent. Die Wissenschaftler vermuten, dass sich hier lokal abweichende Eigenschaften der einzelnen Hautpartien, individuelle genetische Unterschiede sowie verschiedene Ernährungsgewohnheiten der Probanden widerspiegeln.

Wie Talalay betont, wirkt der Brokkoli-Extrakt nicht als Sonnencreme, da er UV-Strahlung nicht unmittelbar absorbiert. Der Schutz beruhe vielmehr indirekt auf eine Aktivierung der Abwehrmechanismen des Körpers. Deshalb schützte der Brokkoli – im Gegensatz zu herkömmlicher Sonnenmilch – auch noch drei Tage nach dem Auftragen auf die Haut. (aj)

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