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Zwergplanet Ceres: Ceres im Fokus von Raumsonde Dawn

Die US-Raumsonde Dawn nähert sich weiter dem Zwergplaneten Ceres an und liefert immer schärfere Bilder. Sie übertreffen nun die Auflösung der besten Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble.
Die Rotation von Ceres

Auf den neuen Bildern des Zwergplaneten Ceres, welche die US-Raumsonde Dawn am 25. Januar 2015 aus einer Entfernung von 237 000 Kilometern, etwa zwei Drittel des Abstands Erde-Mond, aufnahm, lassen sich Andeutungen von Kratern und länglichen Strukturen erkennen. Die Bilder erreichen eine Auflösung von 25 Kilometer pro Bildpunkt. Auf ihnen erstreckt sich Ceres nun über 43 Pixel bei einem wahren mittleren Durchmesser von rund 950 Kilometern. Vor zwei Wochen war Ceres auf den Bildern von Dawn nur rund 27 Pixel breit.

Zwergplanet Ceres am 25. Januar 2015 | Am 25. Januar 2015 war die US-Raumsonde Dawn rund 237 000 Kilometer vom Zwergplaneten Ceres entfernt. Die Auflösung erreicht rund 25 Kilometer pro Bildpunkt. Es lassen sich nun Andeutungen von Oberflächenstrukturen erkennen.

Auf den Aufnahmen fällt ein heller Fleck auf, der auch schon auf den Bildern des Weltraumteleskops Hubble aus dem Jahr 2003 zu sehen war. Derzeit ist noch nicht klar, worum es sich dabei handelt, es könnte beispielsweise ein frischer Einschlagkrater sein. Damit erinnert Ceres ein wenig an den mit 1170 Kilometer Durchmesser geringfügig größeren Uranusmond Umbriel, auf dem auch ein heller Fleck zu sehen ist. Aber in wenigen Wochen werden immer schärfere Bilder nicht nur hierzu Aufklärung liefern. Derzeit ist Dawn noch immer im Anflug auf den Zwergplaneten, am 6. März wird er erstmals in eine weite Umlaufbahn um Ceres eintreten.

Der Uranusmond Umbriel | Im Januar 1986 konnte die US-Raumsonde Voyager 2 den Uranusmond Umbriel aus rund 560 000 Kilometer Entfernung aufnehmen. Er zeigt ähnlich wie der Zwergplanet Ceres einen hellen Fleck am oberen Rand, der als ein Einschlagkrater interpretiert wird.

Durch weitere Bahnmanöver mit ihren Bordantrieben nähert sich Dawn dem Himmelskörper immer mehr an und schwenkt am 23. April 2015 in einen ersten Kartierorbit in 13 500 Kilometer Abstand ein. Dann können die beiden in Deutschland entwickelten und gebauten "Framing Cameras" Ceres mit einer Auflösung von 1,3 Kilometern pro Pixel erfassen. Danach wird die Umlaufhöhe weiter abgesenkt, bis Dawn am 7. Juni einen Orbit in 4400 Kilometer erreicht hat. Dann werden die Bilder eine Auflösung von 400 Metern pro Pixel aufweisen. Am 8. August tritt Dawn in eine 1500 Kilometer hohe Bahn ein, die Bilder haben dann eine Auflösung von 130 Metern pro Pixel. Erst im Dezember beginnt die hochauflösende Erfassung von Ceres in einer Umlaufhöhe von nur noch 375 Kilometern. Nun sollten sich 35 Meter große Objekte auf der Oberfläche von Ceres erkennen lassen.

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  • Quellen
NASA, DLR, Planetary Science Institute, 27. Januar 2015

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