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News: Columbus-Start: Countdown hat begonnen

Am Montag, den 4. Februar 2008 um 23:00 Uhr MEZ, begann die Countdown-Uhr im Kennedy Space Center in Florida für den Start der Mission STS-122 zu ticken. Mit der Raumfähre Atlantis soll das europäische Forschungsmodul Columbus zur Internationalen Raumstation fliegen.
Die Crew der Raumfähre Atlantis
Der Countdown begann bei einem Stand von –43 Stunden. Allerdings gibt diese Zeitspanne nicht die wahre Zeit bis zum Start an, da es während des Countdowns eingebaute Wartezeiten, so genannte "built in holds", gibt. Sie betragen bei diesem Countdown insgesamt 21 Stunden und 31 Minuten.

Eine der längsten Wartezeiten läuft während des Befüllens des großen Außentanks der Raumfähre mit flüssigem Sauerstoff und flüssigem Wasserstoff. Während der Betankungsphase darf sich niemand in der Nähe der Raumfähre und der Startrampe aufhalten. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, falls es beim Befüllen der Tanks zu Verpuffungen des Treibstoffs kommt, oder gar die Raumfähre explodiert.

Damit möchte die NASA im Falle eines Falles die Wiederholung der russischen "Nedelin-Katastrophe" vom Oktober 1960 vermeiden, bei der eine Rakete beim Betanken explodierte und mindestens 74 Menschen in den Tod riss. Benannt wurde diese Tragödie nach dem sowjetischen Marschall Mitrofan Nedelin, der die Startvorbereitungen leitete und dabei ebenfalls umkam.

Weitere Wartezeiten beim Space-Shuttle-Countdown dienen zum Aufholen von Verspätungen wegen kleinerer technischer Probleme oder auch wegen des Wetters.

Die Countdown-Uhr lässt sich im Internet live verfolgen: Auf der NASA-Homepage der Space-Shuttle-Flüge werden sowohl die offizielle Countdown-Zeit als auch die absolute Zeitspanne bis zum Abheben angezeigt.

Das Startfenster für die Atlantis erstreckt sich nur über fünf Minuten. Kann also die Raumfähre bis um 20:50 Uhr MEZ, aus welchen Gründen auch immer, nicht abheben, so verschiebt sich der Start um mindestens 24 Stunden. Ein häufiger Verzögerungsgrund ist dabei das Wetter in Florida. Der derzeitige Wetterbericht geht von einer Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent aus, dass Regenschauer und Kumuluswolken den Start verhindern könnten.

TA

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