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Covid-19-Impfung: Breitband-Impfstoff CoronaVac schützt effektiv und sicher

Der Vektorimpfstoff CoronaVac wird zwar schon in einigen Ländern eingesetzt, wie gut er wirkt, war bisher aber umstritten. Offenbar schützt er effektiv.
Schlange von Impfkandidaten in BrasilienLaden...

Der bisher in der EU nicht zugelassene Corona-Impfstoff CoronaVac schützt effektiv gegen symptomatische Covid-19-Erkrankungen. Dies ergab eine in »The Lancet« veröffentlichte Phase-III-Studie, bei der die Wirksamkeit mit rund 10 000 jungen Erwachsenen in der Türkei getestet wurde. Das Vakzin verhinderte demnach nach zwei Dosen bei 83,5 Prozent der Testpersonen eine Covid-19-Erkrankung mit Symptomen innerhalb des Beobachtungszeitraums von rund 40 Tagen nach der zweiten Impfung. Bei knapp 1000 Geimpften wurde zudem überprüft, ob CoronaVac die Produktion von Antikörpern induziert hat, dies bestätigte sich in rund neun von zehn Fällen. Weitere Untersuchungen über einen längeren Zeitraum mit älteren Versuchspersonen und Risikogruppen müssen die Wirksamkeit nun allerdings noch bestätigen.

Der in China entwickelte Impfstoff wird per Notzulassung schon in 22 Ländern eingesetzt, wie gut er wirkt, war aber in einer unübersichtlichen Datenlage umstritten. Vorläufige Untersuchungsergebnisse im Februar hatten noch nahegelegt, dass CoronaVac symptomatische Infektionen womöglich lediglich um die Hälfte reduziere. Anfang Juni jedoch hatten das brasilianische Butantan-Institut und die Medizinische Universität São Paulo berichtet, dass der Impfstoff sich in der Praxis als sehr effektiv erweist. In Brasilien wurden bisher etwa 80 Prozent aller Impfungen mit CoronaVac durchgeführt.

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In der EU läuft das Zulassungsverfahren für CoronaVac bei der EMA seit Anfang Mai. In China ist der Impfstoff seit Februar zugelassen, die WHO gab am 1. Juni eine vorläufige Empfehlung für den Impfstoff ab. Anders als die bisher in Europa zugelassenen Impfstoffe basiert CoronaVac auf einem inaktivierten Virus. Dies sorgt dafür, dass dem Immunsystem des Geimpften deutlich mehr Antigenen präsentiert werden als nur die des viralen Spike-Proteins. In der Theorie kann das dafür sorgen, dass der Impfstoff den Körper besser für Angriffe auf verschiedene Virusvarianten vorbereitet als andere Impfungen. Der Impfstoff stellt zudem im Alltag weniger hohe logistische Anforderungen, weil er bei zwei bis acht Grad gelagert werden kann.

Um klassischer Impfstoffe auf Virusvektorbasis wie CoronaVac herzustellen, müssen große Mengen des Virus in lebenden Zellen produziert werden, was oft sehr aufwändig ist. Es ist zudem noch unklar, wie lange der Immunschutz anhält. Erfahrungen mit Coronavirus-Impfungen bei Nutztieren legen nahe, dass Impfstoffe auf Basis inaktivierter Viren nur für relativ kurze Zeit vor Coronaviren schützen könnte.

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