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Coronavirus: mRNA-Impfstoffe reduzieren auch das Infektionsrisiko

Bekannt war: Die Vakzine können den Ausbruch von Covid-19 verhindern. Nun zeigt der Praxistest, dass sie wohl auch dem Virus selbst kaum Chancen lassen.
Eine Impfschwester wartet im Impfzentrum in der Sachsen-Arena auf Menschen, die zur Impfung gegen Corona kommen. Laden...

Eine neue Studie aus den USA bekräftigt eine gute Wirksamkeit von einigen Corona-Impfstoffen auch gegen Infektionen ohne Symptome. »Die Ergebnisse zeigten, dass nach der zweiten Impfstoffdosis das Infektionsrisiko zwei oder mehr Wochen nach der Impfung um 90 Prozent verringert wurde«, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Montag mit.

Es besteht damit die Hoffnung, dass geimpfte Personen andere in den meisten Fällen nicht mehr anstecken und Infektionsketten so unterbrochen werden können. Die Ergebnisse bestätigten dabei vorherige Studien, die ebenfalls darauf hinweisen, dass eine asymptomatische Weitergabe des Coronavirus bei Geimpften eher unwahrscheinlich ist.

Wie tödlich ist das Coronavirus? Was ist über die Fälle in Deutschland bekannt? Wie kann ich mich vor Sars-CoV-2 schützen? Diese Fragen und mehr beantworten wir in unserer FAQ. Mehr zum Thema lesen Sie auf unserer Schwerpunktseite »Ein neues Coronavirus verändert die Welt«. Die weltweite Berichterstattung von »Scientific American«, »Spektrum der Wissenschaft« und anderen internationalen Ausgaben haben wir zudem auf einer Seite zusammengefasst.

Die CDC hatten die mRNA-Vakzine von Pfizer/Biontech und Moderna untersucht: Knapp 4000 Menschen, die im medizinischen Bereich tätig sind, wurden dabei in sechs US-Staaten im Zeitraum zwischen Dezember und März wöchentlich getestet. Dadurch bestand auch die Gelegenheit, symptomlose Infektionen zu entdeckten. Bei rund zehn Prozent der positiv Getesteten war dies der Fall, sie bemerkten die Infektion nicht.

Die CDC beobachteten zudem einen hohen Schutz selbst nach nur einer der zwei obligatorischen Dosen. Nach der ersten Dosis sei die Zahl der Infektionen bereits um 80 Prozent zurückgegangen. Die Ergebnisse seien angesichts der eigenen großen Studien der Hersteller folgerichtig. In diesen war allerdings untersucht worden, wie wirksam die Stoffe gegen den Ausbruch der Krankheit Covid-19 sind, nicht die Infektionsrate mit dem Virus.

(jad)

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