Direkt zum Inhalt

News: Das Alter von Sandsedimenten datieren

Wissenschaftlern der Rijksuniversiteit Groningen ist es mit einem Thermolumineszenzverfahren gelungen, das Alter von Sandsedimenten zu bestimmen. Für die Datierungsmethode mussten erst mit einer eigens dafür entwickelten Auswahlanlage die transparenten, elektrisch nicht leitfähigen von den dunklen, leitfähigen Zirkonkörnern getrennt werden. Letztere eignen sich nicht zur Datierung.

Zirkon ist oft mit Spuren der radioaktiven Elemente Uran und Thorium versetzt. Die Alphastrahlung dieser Elemente verursacht Schäden an der Kristallstruktur der Zirkonsandkörner. Je länger die Bestrahlung dauert, desto mehr Schaden entsteht im Mineral. Durch Sonnenlicht oder Erhitzen auf einige hundert Grad Celsius heilen diese Schäden wieder aus. Beim Erhitzen wird außerdem sichtbares Licht (Thermolumineszenz) emittiert, dessen Intensität Aufschluss über das Ausmaß der mikroskopischen Schäden gibt. So lässt sich anhand der Lumineszenz bestimmen, wann die Körner zum letzten Mal dem Tageslicht ausgesetzt waren.

Die neue Methode eignet sich beispielsweise für forensische Untersuchungen. So lässt sich etwa für einen Ort der Zeitpunkt eines Vergehens datieren – zum Beispiel im Falle illegaler Schuttabladung. Auch der Zeitpunkt, wann ein Gegenstand begraben wurde, lässt sich so bestimmen.

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

Partnerinhalte