Liebe: Wie man das zum Partner passende Date wählt

Zusammen etwas Neues erleben oder lieber den Abend auf der Couch verbringen? Wie zufrieden Verliebte mit ihrer Beziehung sind, hängt damit zusammen, wie sie ihre gemeinsame Zeit gestalten. Eine aktuelle Studie zeigt, dass dabei auch der Bindungsstil eine Rolle spielt.
Die Forschenden um Kristina Schrage von der York University werteten drei umfangreiche Tagebuchstudien mit insgesamt 390 Paaren aus. Die Teilnehmenden hielten über 21 Tage hinweg täglich fest, welche gemeinsamen Erlebnisse sie mit ihrer Partnerin oder ihrem Partner hatten und wie zufrieden sie an diesem Tag mit ihrer Beziehung waren. Zu Beginn wurde erfasst, ob die Versuchsperson »vermeidend« oder »ängstlich« gebunden ist. Vermeidend bedeutet in diesem Fall, die eigene Unabhängigkeit über allzu große Nähe zu stellen. Ängstlich Gebundene neigen verstärkt zur Angst, den anderen zu verlieren, und reagieren sehr sensibel auf vermeintliche Ablehnung oder Kritik ihres Partners.
Personen, die zu vermeidender Bindung tendierten, waren glücklicher mit ihrer Beziehung, wenn sie gemeinsam mit dem Partner oder der Partnerin etwas Neues erlebt hatten, sei es ein Tanzkurs, ein Dinner in einem neuen Restaurant oder eine Wanderung. Bei Menschen mit ausgeprägter Bindungsangst dagegen war das Muster umgekehrt: Sie waren an Tagen mit vertrauten, berechenbaren Unternehmungen zufriedener mit der Partnerschaft – etwa beim gemeinsamen Kochen oder Seriengucken. Auch die Zufriedenheit der Partnerinnen und Partner profitierte davon, wenn die gemeinsamen Aktivitäten zu den jeweiligen Bindungsbedürfnissen passten.
Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.