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Raumfahrt: Dawn-Start verschoben

Raumsonde Dawn
Am Sonntag, den 8. Juli sollte die Raumsonde Dawn zu ihrer langen Reise starten, die sie zum Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter führt. Der Start wurde aber nun auf September verschoben.

Nach rund vier Jahren wird sie dem Asteroiden Vesta begegnen, um nach mehreren Monaten Forschungsarbeit zum Zwergplaneten Ceres zu fliegen. Ab Februar 2015 nimmt sie auch diesen riesigen Gesteinsbrocken für etwa ein halbes Jahr unter die Lupe.

Die kastenförmige Raumsonde wiegt rund eine Tonne bei einer Höhe von etwa eineinhalb Metern – mit voll entfalteten Solarzellenflächen hat sie allerdings eine Spannweite von gut zwanzig Metern. Die Solarpanel liefern den Strom für die drei Ionentriebwerke, die Xenon als Treibstoff verwenden. Zusätzlich besitzt Dawn auch herkömmliche mit Hydrazin angetriebene Triebwerke, die sie beispielsweise zum Einschwenken in den Orbit um Ceres und Vesta benutzt.

Insgesamt führt die Raumsonde drei wissenschaftliche Instrumente mit – darunter zwei Kameras, die primär zur Kartierung der beiden Himmelskörper dienen. Da Aufnahmen in verschiedenen Spektralbereichen möglich sind, erhoffen sich die Wissenschaftler, mehr über die geologische Zusammensetzung der Oberfläche zu erfahren. An Bord befindet sich zudem ein Spektrometer für sichtbares und infrarotes Licht. Ein Gammastrahlen- und Neutronen-Spektrometer soll messen, wie häufig verschiedene Elemente wie beispielsweise Eisen, Magnesium oder Aluminium auf der Oberfläche sind.

Die ungleichen Schwestern Ceres und Vesta | Der Planetoid Vesta und der Zwergplanet Ceres sind die massereichsten Mitglieder des Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter.
Vesta und Ceres wurden als Missionsziele ausgesucht, da sie unter den gleichen Bedingungen entstanden, sich aber zu sehr unterschiedlichen Körpern entwickelten. Vesta hat einen mittleren Durchmesser von etwa fünfhundert Kilometern, ist trocken und zeigt Spuren von vulkanischem Gestein. Der nahezu kugelförmige Zwergplanet Ceres hat einen mittleren Durchmesser von 950 Kilometern und ist weiter von der Sonne entfernt. Er hat vermutlich einen Gesteinskern, während Mantel und Kruste aus leichteren Mineralien und Wassereis bestehen.

Asteroiden und Kleinplaneten bildeten sich wahrscheinlich sehr früh in der Geschichte unseres Sonnensystems und sind somit eisige Zeugen der damals herrschenden Verhältnisse. Aus den Daten, die Dawn sammeln wird, hoffen Wissenschaftler, die Bedingungen und Vorgänge in dieser Zeit rekonstruieren zu können. (mp)

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