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Meeressäuger: Delfine reagieren auf Magnetfelder

Orientieren sich die Tiere etwa auch am Magnetfeld der Erde?
Delfin an Wasseroberfläche

Delfine könnten sich möglicherweise bald in die Liste der Spezies einreihen, die in der Lage sind, Magnetfelder wahrzunehmen. In diese Richtung deuten zumindest die Ergebnisse einer Studie von Dorothee Kremers und ihren Kollegen von der Université de Rennes. Die französischen Wissenschaftler beobachteten das Verhalten von sechs in einem Delfinarium beheimateten Tümmlern, nachdem sie ein Fass mit einem stark magnetisierten Block im Wasser versenkt hatten. Zur Kontrolle versenkten sie außerdem ein Fass ohne Magneten, das dem anderen jedoch in allen anderen Eigenschaften ähnelte, so dass die Tiere es mit Hilfe ihrer Echoortung nicht unterscheiden konnten.

Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass sich die Delfine dem Magnetfass schneller näherten, als dem Kontrollbehälter. Ansonsten verhielten sie sich aber beiden Gegenständen gegenüber völlig identisch. Kremers und ihr Team schlussfolgern daraus, dass die Meeressäuger das Magnetfass einfach faszinierender fanden, allerdings nicht physisch davon angezogen wurden. Aus diesen Beobachtungen eine Art Magnetsinn für die Tiere abzuleiten, wäre definitiv zu weit gegriffen, auch wenn bereits in der Vergangenheit Analysen von Migrationsrouten frei lebender Exemplare die Vermutung aufkommen ließen, dass sich auch Meeressäuger am Magnetfeld der Erde orientieren könnten. Eine Sache sieht Kremers aber zumindest als bewiesen an: "Delfine können verschiedene Objekten nur anhand ihrer magnetischen Eigenschaften unterscheiden."

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