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Antioxidanzien: Dem Herzinfarkt den (Schoko-)Riegel vorschieben

Dass Schokolade nicht nur dick macht, sondern wegen der antioxidativen Effekte des Kakaos auch durchaus positiven Einfluss auf die Gesundheit ausüben kann, haben in jüngster Zeit verschiedene Studien gezeigt. So haben Schweizer Forscher jetzt herausgefunden, dass auch Raucher von den gesunden Effekten der Nascherei profitieren können: Weil bei ihnen die Funktion der die Gefäße auskleidenden Endothel-Zellen und Blutplättchen dauerhaft gestört ist, neigen sie eher zu Arterienverhärtung und kardiovaskulären Erkrankungen als Nichtraucher.

Wie die eidgenössische Studie jetzt zeigte, genügen schon wenige Riegel einer Schokolade mit einem Kakaoanteil von mindestens 74 Prozent, um dieses Risiko zu reduzieren. Bei dunkler Schokolade ist der Anteil der Antioxidanzien höher als in den meisten anderen antioxidativen Lebensmitteln wie Rotwein, Grünem Tee und Beerenobst, so die Forscher. Im Rahmen ihrer Studie mussten die Teilnehmer täglich vierzig Gramm dunkle Schokolade konsumieren. Um das Ergebnis nicht zu verfälschen, durften sie in dieser Zeit keinerlei weitere Lebensmittel zu sich nehmen, die eine antioxidative Wirkung besitzen.

Schon zwei Stunden nach dem Schoko-Genuss zeigten Ultraschall-Aufnahmen einen deutlich geschmeidigeren Blutfluss in den Arterien. Dieser Effekt hat nach Beobachtung der Forscher acht Studen lang angehalten. Dies gilt aber nur für dunkle Schokolade, betonen sie. Versuche mit weißer Schokolade hätten keinerlei positive Effekte auf die Arterien gezeigt.
21.12.2005

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 21.12.2005

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