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Krebstherapie: Dem Tumor einen Schritt voraus

Tumoren entwickeln ständig Resistenzen gegen Medikamente. Eine neue Methode soll helfen, diese Veränderungen des Krebses frühzeitig zu erkennen.
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Tumoren entwickeln im Lauf einer Behandlung ständig neue Resistenzen gegen die eingesetzten Medikamente. Bisher sind Ärzte nicht in der Lage, die schnellen Anpassungen der Tumorzellen frühzeitig zu erkennen, um mit neu abgestimmten Wirkstoffen zielgerichtet drauf zu reagieren. Das Team um Min Yu von der Harvard Medical School hat nun eine Strategie entwickelt, mit der sich diese Veränderungen frühzeitig erkennen lassen, um für jeden Patienten die bestmögliche Behandlung zu finden.

Die Schlüsselrolle spielen dabei freie Tumorzellen, welche sich in geringer Zahl im Blut von allen Patienten mit örtlich begrenzten Tumoren, wie zum Beispiel Brustkrebs, finden lassen. In einer früheren Veröffentlichung konnten die Forscher bereits zeigen, wie sich diese Zellen aus dem Blut von Patienten isolieren lassen. Nun ist es ihnen auch gelungen, die isolierten Zellen erfolgreich zu vermehren und anschließend zu analysieren. Dabei konnten die Forscher genau identifizieren, mit welchen Mutationen sich die Tumoren so anpassen, dass die eingesetzten Medikamente ihre Wirkung verlieren. Gleichzeitig testeten sie, mit welchen anderen Wirkstoffen sich die Tumorzellen am besten bekämpfen lassen.

Die Forscher um Min Yu sind davon überzeugt, mit ihrer Methode eine neue Grundlage für zukünftige Krebstherapien zu legen. "Allerdings", so räumen die Forscher ein, "muss die Methode noch weiter optimiert werden, bevor sie in der Praxis erfolgreich angewendet werden kann." Doch dann bekäme jeder Patient eine individuell auf seinen Tumor abgestimmte Behandlung.

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