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Demenz: Digitale Erinnerungen lindern Abschiedsschmerz

Eine digitale Plattform, auf der Erinnerungen festgehalten und geteilt werden können, verringert bei Angehörigen von Menschen mit Demenz den vorweggenommenen Abschiedsschmerz.
Eine Person sitzt in einem gemütlichen Raum an einem Tisch und schaut auf einen Laptop. Sie trägt eine bunte Decke über den Schultern. Im Hintergrund sind große Fenster mit Vorhängen und eine grüne Kachelwand zu sehen. Auf dem Tisch steht eine bunte Tasse. Die Szene wirkt ruhig und konzentriert.

Eine Demenz lässt die Persönlichkeit eines Menschen allmählich verschwinden. Diese Entwicklung ist auch für Angehörige sehr belastend und kann Trauer und Abschiedsschmerz hervorrufen, schon bevor der Erkrankte verstirbt. Ein US‑Forschungsteam hat nun getestet, ob eine digitale Erinnerungsplattform den Betroffenen helfen kann.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Francesca Falzarano von der University of Southern California in Los Angeles rekrutierten 68 pflegende Angehörige, die eine Person mit Alzheimer oder einer anderen Demenzerkrankung versorgten. Per Zufall wurden diese in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Hälfte erhielt eine Anleitung zur Nutzung der Onlineplattform und sollte sich zwei Wochen lang damit beschäftigen. Das Portal ermöglicht es unter anderem, Bilder hochzuladen und durch angeleitetes Schreiben eine Rückschau auf das Leben der dementen Person und die gemeinsam erlebte Geschichte zu erstellen. Die Kontrollgruppe nutzte eine reduzierte Version der Plattform, in der diese Erinnerungselemente nicht zur Verfügung standen. Stattdessen konnten die Nutzenden hier unter anderem ein persönliches Tagebuch führen.

Nutzerinnen und Nutzer der vollumfänglichen Erinnerungsplattform berichteten von einem stärkeren Rückgang ihrer Trauersymptome. Zudem gab es Hinweise auf eine leicht verbesserte Beziehung zwischen Pflegenden und Erkrankten. Die Forschenden sehen in solchen Angeboten eine vielversprechende und einfach zu nutzende Unterstützung für Angehörige von Menschen mit Demenzerkrankungen.

  • Quellen

Falzarano, F., et al., JAMA Network Open 10.1001/jamanetworkopen.2026.8278, 2026

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