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News: Der erste Blick

Je größer der Durchmesser des Spiegels oder der Linse eines Teleskops, umso lichtstärker ist das Instrument und desto mehr Details vermag es aufzulösen. Das European Southern Observatory hat in der Nacht vom 25. auf den 26. Mai 1998 das erste von vier 8m-Teleskopen eingeweiht. Auf einer Pressekonferenz am 27. Mai werden die Bilder dieser Beobachtungsnacht gezeigt und zugleich im WWW präsentiert. Wenn die vier Teleskope kombiniert betrieben werden, bilden sie das größte optische Teleskop der Welt.
Über zehn Jahre hat es gedauert, bis das erste der vier 8,2m-Spiegelteleskope des Very Large Telescope (VLT) seinen Dienst aufnehmen konnte. Nachdem es alle Testläufe mit hervorragenden Ergebnissen bestanden hatte, konnten die Wissenschaftler des European Southern Observatory in der Nacht vom 25. auf den 26. Mai 1998 die Optik zum ersten Mal in Richtung Weltall lenken. Ob dabei alles nach Plan verlief, und welche Bilder die CCD-Kamera des Teleskops dabei aufgenommen hat, erfährt die Öffentlichkeit am 27. Mai in einer Reihe von Pressekonferenzen. Zeitgleich werden die Fotos mit erläuternden Texten im Internet präsentiert.

In der ersten Jahreshälfte 1999 wird das Teleskop auf dem Cerro Paranal in der Atacama-Wüste im Norden von Chile seine wissenschaftliche Arbeit aufnehmen. Die Auflösung soll standardmäßig besser als 0,5 Bogensekunden sein. Zu Beginn des nächsten Jahrhunderts werden drei weitere 8m-Teleskope hinzukommen, die alle unabhängig voneinander oder kombiniert betrieben werden können. Zusammen erreichen die vier Instrumente die Lichtempfindlichkeit eines Einzelteleskops von 16 Metern Durchmesser, womit sie das größte optische Teleskop der Welt darstellen. Drei zusätzliche Hilfsteleskope mit 1m-Spiegeln stehen für weitere Messungen zur Verfügung. Der nutzbare Wellenlängenbereich erstreckt sich vom nahen UV bis zu Infrarotstrahlung von 25 Mikrometern.

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