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Sonnensystem: Der Grund für hell und dunkel auf Iapetus

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Seit den Aufnahmen der Raumsonde Voyager 2 vor einem Vierteljahrhundert haben die Wissenschaftler ein recht genaues Bild von der auffälligen Schwarz-Weiß-Kontrastierung des Saturnmonds Iapetus, ohne diese aber wirklich erklären zu können. Das ändert sich nun, nachdem am 10. September 2007 die Cassini-Sonde dicht an dem Trabanten vorbeiflog und hochaufgelöste Bilder der Oberfläche schoss.

Aus dem Wulst, der dem Mond den Spitznamen "Walnuss" einbrachte, schlossen die Astronomen auf seine Entstehungsgeschichte: Iapetus hat seine Rotation wohl sehr stark abgebremst und sich am Äquator verformt. Durch die langsame Drehung zeigt eine Seite ständig in Flugrichtung und sammelte so mit der Zeit Staub auf, der dann zum Verdunsten der Eisschicht auf der Oberfläche führte. Auf diese Weise wurde dunkles Material aus tiefer liegenden Schichten freigelegt.

"Diese Theorie ist eigentlich schon dreißig Jahre alt", erläutert Tilmann Denk von der Freien Universität Berlin. Anhand der neuen Bilder können die Wissenschaftler die alternativen Erklärungsversuche nun wohl ad acta legen.

Giovanni Cassini entdeckte den Saturnmond am 25. Oktober 1671 und fragte sich, warum sich der Himmelskörper in der Folgezeit immer wieder seinen Beobachtungsversuchen entzog. Das Wechselspiel zwischen der sehr hellen "Roncevaux Terra" und der sehr dunklen "Cassini Regio" brachte ihm sogar die Bezeichnung Yin-Yang-Mond ein. (dre)
11.10.2007

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 11.10.2007

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