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Teilchenphysik: Der LHC dreht auf

Das CERN fährt diese Woche den LHC endgültig hoch. Bis zu den ersten Kollisionen vergeht aber noch etwas Zeit.
Kabel im Atlas-Detektor

Die Weltmaschine läuft wieder an: Ab Mittwoch sollen die Protonenstrahlen des LHC am CERN in Genf wieder durch ihren 27 Kilometer langen, ringförmigen Teilchenbeschleuniger jagen. "Es handelt sich praktisch um eine neue Maschine", freute sich Rolf Heuer, der Generaldirektor des CERN, vor Kurzem in einer Pressekonferenz zum Neustart des LHC. Während der vergangenen zwei Jahre wurde der Teilchenbeschleuniger generalüberholt und jede einzelne Verbindung zwischen seinen rund 10 000 Magneten überprüft und verstärkt: Sie müssen schließlich extremen Belastungen und Temperaturschwankungen standhalten. Zukünftig soll der LHC mit verdoppelten Teilchenstrahlenergien laufen, damit die Protonen mit noch größerer Wucht aufeinanderprallen.

Bis es tatsächlich zu Kollisionen kommt, dauert es allerdings noch mindestens zwei Monate: Während der Anlaufphase möchten die Physiker nichts überstürzen. Schließlich wollen sie Fehler wie 2008 vermeiden, als eine schadhafte Schweißnaht zwischen zwei Magneten den Belastungen nicht standhielt und einen Heliumtank des Kühlsystems zerstörte – eine einjährige Reparaturzwangspause folgte. Insgesamt laufen in der nächsten Versuchsphase am LHC sieben größere Versuchsreihen; darunter werden mit ATLAS und CMS zwei Experimente fortgesetzt, die während der letzten Laufzeit das ersehnte Higgs-Boson nachwiesen.

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