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Ur-Amerikaner: Der Tod kam aus dem All

Die letzte Eiszeit ging gerade zu Ende, als die ersten Menschen von Sibirien aus über die trocken liegende Beringstraße nach Amerika einwanderten. Nur wenig später erblühte in den Regionen der heutigen USA und Mexikos die erste größere Kultur des Kontinents: die Clovis.

Murray Springs | Nanodiamanten im Sediment von Murray Springs in Arizona.
Doch nach nur einigen Jahrhunderten kam für die Ur-Amerikaner schon das plötzliche Ende. Und zwar in Gestalt eines dramatischen weltweiten Temperatursturzes vor rund 12.900 Jahren. Mancherorts wurde es im Jahresdurchschnitt um bis zu 15 Grad Celsius kälter. Rund 1200 Jahre sollte die Jüngere Dryas – so nennen Geologen diese Kälteperiode – andauern. Die Clovis überstanden sie nicht – genau wie viele Tier- und Pflanzenarten.

Seit langem diskutieren Forscher über die Ursachen dieses drastischen Umschwungs – immer wieder haben sie dabei auch ein Geschoss aus dem All im Verdacht.

Jetzt sind Forscher um Douglas J. Kennett von der University of Oregon auf winzig kleine, aber beweiskräftige Indizien dafür gestoßen: Diamanten. Sie entstehen, wenn Kohlenstoff unter ungeheuren Druck und extrem hohe Temperaturen geraten – tief im Erdinneren beispielsweise. Oder eben bei einem Einschlag eines Meteoriten.

In letzterem Fall entstehen indes allenfalls einige millionstel Millimeter große Partikelchen, die sich wie Staub auf die Erdoberfläche legen. Und den haben Kennett und seine Kollegen nun entdeckt. In Arizona, Oklahoma, im kanadischen Manitoba, ja sogar auf den berühmten Speerspitzen, mit deren Hilfe die Clovis Mammuts und andere Säugetiere erjagten.

Andreas Margara

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