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Nobelpreise 2022: Der Wirtschaftsnobelpreis geht an drei US-Ökonomen

Alljährlicher Abschluss der Nobelpreis-Bekanntgaben ist der Wirtschaftsnobelpreis. Drei US-Ökonomen werden für ihre Erforschung von Banken und Finanzkrisen ausgezeichnet.
Porträts der drei Wirtschaftsnobel-Preisträger Ben Bernanke, Douglas Diamond und Philip Dybvig.
Die amerikanischen Ökonomen Ben Bernanke, Douglas Diamond und Philip Dybvig (von links) erhalten den diesjährigen Wirtschaftsnobelpreis.

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht in diesem Jahr an die drei amerikanischen Ökonomen Ben Bernanke, Douglas Diamond und Philip Dybvig. Das gab die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften am Montag in Stockholm bekannt. Bernanke, der frühere Präsident der US-Notenbank Fed, und die beiden anderen Ökonomen erhalten die prestigeträchtige Auszeichnung »für ihre Erforschung von Banken und Finanzkrisen«, wie der Generalsekretär der Akademie, Hans Ellegren, bei der Bekanntgabe auf dem Universitätsgelände der schwedischen Hauptstadt sagte.

Damit sind alle Nobelpreisträgerinnen und -träger für dieses Jahr bekannt. Bereits in der vergangenen Woche waren nach und nach die Namen der Ausgezeichneten in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Frieden verkündet worden. Feierlich überreicht werden die Nobelpreise traditionell am 10. Dezember, dem Todestag von Preisstifter und Dynamit-Erfinder Alfred Nobel (1833-1896). Dotiert sind alle Nobelpreise in diesem Jahr erneut mit zehn Millionen schwedischen Kronen. Umgerechnet sind das derzeit knapp 915 000 Euro.

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ist der einzige der Nobelpreise, der nicht auf das Testament von Nobel zurückgeht. Er wird seit Ende der 1960er Jahre von der schwedischen Reichsbank gestiftet und zählt somit streng genommen nicht zu den klassischen Nobelpreisen. Vergangenes Jahr waren die in den USA forschenden Ökonomen David Card, Joshua Angrist und Guido Imbens mit der prestigeträchtigen Auszeichnung geehrt worden.

Generell geht der Wirtschaftsnobelpreis überaus häufig an Ökonomen, die aus den USA stammen oder dort forschen. Einziger deutscher Preisträger in der Kategorie ist bislang der Bonner Wissenschaftler Reinhard Selten gewesen: Er erhielt die Auszeichnung 1994 gemeinsam mit John Nash und John Harsanyi für wegweisende Beiträge zur nichtkooperativen Spieltheorie.

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