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Internationale Umfrage: Deutsche Achtjährige sind vergleichsweise unzufrieden

Eine Umfrage unter tausenden Kindern in 16 Ländern zeigt unter anderem: Der hiesige Nachwuchs mag seine Verwandtschaft und hasst Schule.
Viel zu früh

Bei einer Befragung von rund 17 000 achtjährigen Kindern zeigte sich der deutsche Nachwuchs mit der Gesamtsituation eher unterdurchschnittlich zufrieden. Zu diesem Resultat kommt die zweite Runde der "Children's World"-Studie, deren Bericht nun veröffentlicht wurde. Sowohl bei der durchschnittlichen Zufriedenheit als auch bei den Anteilen sehr hoher und sehr niedriger Zufriedenheit lag Deutschland im unteren Drittel der untersuchten Länder. Am zufriedensten sind Kinder in Rumänien, Kolumbien und Polen. Allerdings ist die Lebenszufriedenheit in dieser Altersgruppe insgesamt sehr hoch – der Mittelwert lag in der Befragung bei mehr als acht von zehn möglichen Punkten.

Die von internationalen Forscherteams durchgeführten Untersuchungen basieren auf zwischen 2009 und 2011 im Rahmen der Studie entwickelten Fragebögen, die nach Angaben der Organisatoren speziell auf die Umfragen in interkulturellen Kontexten zugeschnitten sind. Abgefragt wird dabei neben der allgemeinen Zufriedenheit eine Reihe weiterer Aspekte, vom sozialen Umfeld über Besitz bis hin zu Kinderrechten. Dabei zeigte sich der deutsche Nachwuchs mit Familienmitgliedern und Umfeld zufrieden; Geldsorgen betreffen deutsche Kinder deutlich weniger als jene in fast allen anderen untersuchten Ländern. Dafür hatten sie im Vergleich weit weniger Zugang zu Computer und Internet – und geben ihren Schulen mit die schlechtesten Noten: Nur Kinder in Äthiopien und Südkorea hassen ihre Bildungsanstalten vergleichbar innig.

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