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News: Deutsche Schüler nur Mittelmaß

Deutsche Schülerinnen und Schüler erhalten für ihre Leistungen in Mathematik und Naturwissenschaften im internationalen Vergleich nur die Note „Ausreichend”. Dies ergibt eine internationale Vergleichsstudie, über die Prof. Dr. Jürgen Baumert vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin am Freitag (14. November 1997) an der Universität Münster berichtete.
Prof. Baumert bezog sich auf die Third International Mathematics and Science Study (TIMSS), in deren Rahmen in Deutschland die Leistungen von rund 7.000 Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Schuljahrgänge aller Schulformen in 15 Bundesländern untersucht worden waren. Sein Fazit: „Die Erträge sind im großen und ganzen durchschnittlich!” Besorgnis erregend sei für Deutschland vor allem, „daß sich ein nennenswerter Teil von Schülerinnen und Schülern der 8. Jahrgangsstufe noch auf einem mathematisch-naturwissenschaftlichen Fähigkeitsniveau der Grundschule bewegt”.

In Mathematik liegen deutsche Schülerinnen und Schüler in einem breiten internationalen Mittelfeld. Auch in den naturwissenschaftlichen Fächern befinden wir uns im mittleren Bereich, wobei die Leistungen hier insgesamt etwas günstiger ausfallen als in Mathematik. Erreicht wird das Leistungsniveau der internationalen Mittelgruppe allerdings in einem durchschnittlich um sechs bis zwölf Monate höheren Lebensalter als die Schülerinnen und Schüler aller anderen Länder dieser Gruppe.

Vergleichbar sind die deutschen Schulleistungen in etwa mit angelsächsischen Ländern. Die Schülerinnen und Schüler der meisten nord-, ost- und westeuropäischen Staaten, ganz zu schweigen von den meisten asiatischen Staaten, verfügen dagegen über einen Leistungsvorsprung von mehr als einem Schuljahr. Prof. Baumert: „Die Mathe-Leistungen der internationalen Spitzengruppe, die von asiatischen Ländern gebildet wird, liegen für deutsche Schülerinnen und Schüler in unerreichbarer Höhe!”

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