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Deutschland: Saharastaub färbt Himmel orange

Eine Staubwolke aus der Sahara trägt winzige Sandkörnchen bis nach Deutschland. Bei Niederschlag könnten sie als Blutregen herunterkommen.
Am 15. März 2022 färbt Saharastaub den Himmel orange im Rheintal über Baden-Württemberg.

Von Dienstag bis Donnerstag zieht eine Wolke mit Staub aus der Sahara über West- und Mitteleuropa hinweg. Vor allem im Süden und in der Mitte Deutschlands färbt sich am Dienstag und Mittwoch der Himmel zeitweise rötlich und orange. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) könnte am Donnerstag dann im gesamten Land das Licht orangefarben getrübt sein. Möglicherweise wird die Wolke aber auch nur »Teile der Westhälfte Deutschlands erfassen«, wie der »Wetterkanal« meldet.

In den vergangenen Tagen hatten starke Winde über der Sahara die Staubwolke gen Atlantik sowie gen Südwesteuropa getragen. Der Staub gelangte so aus Nordafrika nach Spanien und Frankreich weiter bis nach Mitteleuropa. Für Dienstag ist in der Mitte und im Süden Deutschlands zudem Regen vorhergesagt, der den Staub aus den Wolken waschen könnte.

In Teilen Europas und im Süden Deutschlands beobachteten Menschen bereits am Dienstag eine rötlich orange Färbung und Trübung des Himmels. Denn der Wüstenstaub verringert die Sonneneinstrahlung. Aus zweierlei Gründen: zum einen, weil die feinen Körnchen mehr Sonnenlicht in Richtung Weltall reflektieren, zum anderen, weil sie zur Wolkenbildung beitragen.

Durch die Saharawinde gelangte der Staub auch bis in die Karibik und ins nördliche Südamerika. »Es ist keinesfalls ungewöhnlich, dass hunderte Millionen Tonnen Staub aus der afrikanischen Wüste jedes Jahr über den Atlantik geblasen werden«, erklärt der DWD in einer Pressemitteilung.

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