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Delta Flume: Die größten künstlichen Wellen der Welt

Eine neue Anlage in Delft schlägt Wellen für die Forschung: Mit ihr können Wissenschaftler meterhohe Wassergebirge erzeugen. Das soll den Küstenschutz verbessern helfen.
Delta Flume

300 Meter lang, 9,5 Meter hoch und 5 Meter breit – in diesem überdimensionalen Wellenbecken können in Zukunft die Auswirkungen der Nordseebrandung untersucht werden. Der Delta Flume, ein am 5. Oktober 2015 eingeweihter Wellentank im niederländischen Delft, wird dazu die höchsten künstlichen Wellen der Welt erzeugen: Bis zu 4,5 Meter hoch kann dann das Wasser auf die Testeinrichtung am Ende der Anlage schwappen.

In dem von der privaten Forschungsfirma Deltares gebauten Wellenbecken sollen Deiche, Dünen und andere Vorrichtungen zum Schutz der Küste nachgebaut werden, zum Großteil im Maßstab 1 : 1, und unter realistischen Bedingungen erprobt werden. Einige natürliche Materialien wie etwa Sand oder Schotter verhalten sich in verkleinerten Modellen anders als in der Natur, so dass sich ihr Verhalten besser in großzügig bemessenen Anlagen wie in Delft untersuchen lässt, erklärt das Magazin "Science".

Fokussierte Monsterwelle

Im Delta Flume wird ein Wellenbrett an einem Ende des Kanals von Hydraulikzylindern vor- und zurückgeschoben. Dadurch können verschiedenartige Wellentypen erzeugt werden – wie zum Beispiel eine Art Monsterwelle, bei der sich Wellen zu einer vielfach höheren Woge addieren.

Auf Grund des Klimawandels steigt weltweit der Meeresspiegel, und es wächst die Gefahr von Überflutungen. Insbesondere nur knapp über dem Wasserspiegel liegende Länder wie die Niederlande müssen daher ihre Deiche und Flutschutzeinrichtungen an die neue Bedrohung anpassen. Neben bewährten Konzepten sollen dabei auch innovative Lösungen helfen, schreibt Deltares auf seiner Website. So könnten zum Beispiel "weiche" Barrieren aus natürlichen Materialien die "harten" Blockaden an einigen Stellen ergänzen.

Aufbau und Funktionsweise des Delta Flume

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