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News: Die Nadel im Heuhaufen

Jeder weiß, wie schwer es ist, ein bestimmtes Gesicht in einer Menge von Menschen wiederzufinden. Nun zeigt eine neue Software gute Erfolge beim Erkennen bestimmter Gesichter in sogenannter „Straßenumgebung”.
„Mugspot” ist der Name eines neuen Softwaremoduls, das an der University of Southern California und der Universität Bochum entwickelt wurde.

„Bisher”, sagt Christoph von der Malsburg, Professor an der University of Southern California und einer der Systementwickler, „benötigte Software zur Zuordnung von Gesichtern zu bestimmten Personen Bilder in sehr strukturierter Form: Möglichst ein scharfes Photo einer Person, die direkt in die Kamera blickt.”

Die neue „Mugspot”-Software hält bei der Analyse von Videobildern sozusagen nach Passanten Ausschau. Findet Sie ein entsprechendes Muster, wird dieses selektiert und weiterverfolgt, solange es sich im Blickfeld der Kamera befindet. Nach diesem „Tracking”-Prozeß versucht die Software das geigneteste Bild zu finden – das Bild, auf dem der Beobachtete möglichst direkt in die Kamera schaut. Das Modul ist in der Lage, in realtime acht Videobilder pro Sekunde aufzunehmen.

Dieses Bild wird dann direkt an die eigentliche Bildverarbeitungssoftware weitergeleitet. In dem hier beschriebenen Projekt handelt es sich dabei um eine Software zur Gesichtserkennung, die bereits kommerziell von Kunden wie der Deutschen Bank genutzt wird. Das Programm hat sich als robust genug erwiesen, auch auf der Grundlage von qualitativ schlechteren Aufnahmen noch Identifikationen vornehmen zu können. Es wird sogar mit solchen Schwierigkeiten wie geänderten Frisuren, Schnurr- oder Vollbärten und sogar Sonnenbrillen fertig.

Zur Auswahl des besten Bildes, dem Vergleich mit einigen hundert gespeicherten Bildern und der Identifizierung selbst benötigt die Software bislang etwa 13 Sekunden. Die Entwickler hoffen aber, diese Zeit noch auf die Hälfte reduzieren zu können.

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