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News: Die Ohnmacht des Astronauten nach der Weltraumreise

Die Benommenheit von Astronauten während ihrer ersten Schritte zurück auf der Erde, bei denen einige sogar kurzzeitig die Besinnung verlieren, hängt mit einem geschrumpften und verhärteten Herzen zusammen. Das haben Benjamin Levine und Kollegen der University of Texas anhand von Daten der 1998 durchgeführten Neurolab Space Shuttle Mission herausgefunden. Frühere Studien hatten ergeben, dass diese orthostatische Intoleranz – das Unvermögen Blutdruck und Puls einer veränderten Situation anzupassen – auf eine Störung des sympathischen Nervensystems zurückzuführen ist, das den Blutdruck und den Arteriendurchmesser regelt. Unter dieser Fehlfunktion leiden auch viele hauptsächlich ältere Menschen, beispielsweise beim zu raschen Aufstehen.

Die Forscher halten es jedoch nicht für nötig, die regulative Tätigkeit des Sympathikus mit Medikamenten zu unterstützen. Ihre Versuche hätten gezeigt, dass sich in vielen Fällen die Primärursache – ein vermindertes Schlagvolumen des Herzens durch unzureichende Durchblutung – direkt beheben ließ: mit verstärktem Konsum von Salz und Wasser, etwas Ausdauer- und Krafttraining sowie der Änderung einiger Lebensgewohnheiten.

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  • Quellen
Journal of Physiology 538: 331–340 (2002)

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