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Ernährung: Die Seele isst mit

Futter für die Seele sieht bei Frauen und Männern unterschiedlich aus: Frauen trösten sich eher mit Süßem – Männer belohnen sich mehr mit Deftigem.

In einer Online-Umfrage, an der 196 Frauen und 81 Männer teilgenommen hatten, haben Wissenschaftler um Laurette Dubé von der kanadischen McGill-Universität in Montreal untersucht, wie beide Geschlechter so genanntes Comfort Food auswählen. Männer greifen demnach eher bei positiven Gefühlen wie Optimismus und Euphorie nach einer Leckerei. Frauen hingegen tun dies, um sich zu trösten und fühlen sich auch viel öfter schuldig als Männer, wenn sie Trostfutter gegessen haben.

Auch die Art der ausgewählten Nahrung ist geschlechterabhängig: Männer bevorzugen meist Deftiges, wie Nudeln, Suppen oder ein Steak. Die Wahl der Frauen fällt dagegen auf süße oder fettige Nahrungsmittel. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass kalorienärmere Kost positive Gefühle verstärken kann, während sich mit fetterem oder süßerem Essen negativen Stimmungen bekämpfen lassen.

Achten Frauen zu sehr auf ihre Kalorienzufuhr, könnten sie verstärkt negative Gefühle mit Nahrungsmitteln verbinden, meinen die Wissenschaftler. Obwohl Frauen zwar eher zu kalorienärmerem Essen neigen, könnte sie daher gerade die Angst vor einer Gewichtszunahme zu kalorienreicherer Nahrung verführen, um damit ihr schlechtes Gewissen zu bekämpfen. Wer sich also weniger um seine Figur sorgt, so schließen die Forscher, entscheidet sich eher für gesunde Nahrungsmittel.

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