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Soziale Netzwerke: Digitale Aussteiger

Schutz der Privatsphäre ist der häufigste Grund für den Facebook-Austritt.
Facebook

Laut Facebook surfen fast 20 Millionen Deutsche täglich in dem Online-Netzwerk. Doch so mancher schaltet sein virtuelles Ego wieder ab. Die Gründe nahmen Forscher um Stefan Stieger von der Universität Wien unter die Lupe: Menschen, die ihren Facebook-Account löschen, sorgen sich mehr um ihre Privatsphäre als eine Vergleichsgruppe von aktiven Nutzern.

Über das Portal quitfacebookday.com fanden die Wissenschaftler 310 Probanden, die das Netzwerk verlassen hatten. Wie die Vergleichsprobe von 321 aktiven Facebook-Mitgliedern füllten sie Online-Fragebögen über Datenschutz, Internetsucht sowie einen Persönlichkeitstest aus. Ergebnis: Die Aussteiger bezweifelten stärker den seriösen Umgang mit privaten Daten seitens der Facebook-Betreiber, und sie neigten eher zur Internetsucht. Zudem waren die Abtrünnigen gewissenhafter als die Mitglieder.

Bei der Frage nach dem Motiv gab etwa jeder Zweite Facebook-Aussteiger an, dass sie aus Datenschutzgründen das Netzwerk verlassen hatten. 13 Prozent waren generell unzufrieden mit der Plattform. Ähnlich viele Befragte frustrierten die Zwänge virtueller Freundschaften: etwa den sozialen Druck, auf Freundschaftsanfragen zu reagieren. Sechs Prozent fürchteten, sie könnten von Facebook abhängig werden. Allerdings geben die Forscher zu bedenken, dass die Probanden von der Website quitfacebookday.com nicht repräsentativ für alle Facebook-Verweigerer sind.

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