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Ökologie: Doch auch Leben in der trockensten Wüste

Selbst in den trockensten und lebensfeindlichsten Bereichen der Atacama-Wüste Chiles gibt es bakterielles Leben. Dies zeigt Möglichkeiten auf, Mikroben in ähnlich extremen Gebieten auf dem Mars zu finden.

Frühere Untersuchungen in der Atacama ergaben nahezu sterile Bodenproben: Die trockenen Bedingungen ließen anscheinend nicht einmal bakterielles Leben zu. Dem ist nach Untersuchungen von Raina Maier von der Universität von Arizona in Tucson und ihren Kollegen aber wohl nicht so. Im Labor brachten ihre unter sterilen Bedingungen gewonnenen und mit keimfreiem Wasser angefeuchteten Bodensubstrate nach zehn Tagen Bakterienkulturen hervor, und DNA ließ sich nachweisen.

Die Arten der Bakterien sind noch nicht näher bestimmt, aber sie scheinen ungewöhnlich zu sein, so die Aussage von Raina Maier.

Wichtig bei der Suche ist die Art der Probennahme: Während frühere Expeditionen nur bis in Tiefen von zehn Zentimetern bohrten, gruben die Forscher um Raina Maier bis zu 25 Zentimeter tief, um an Material zu kommen.

Dies ergibt auch neue Vorgaben für die Suche nach Lebensformen auf dem Mars, die dort möglicherweise ebenfalls in tieferen Bodenschichten überdauert haben. Während der Phoenix-Mission der NASA zum Mars 2008 sollen daher ähnliche Experimente wie in der Atacama durchgeführt werden.

Die Atacama zählt zu den trockensten Regionen der Erde. In ihren Kerngebieten fällt teilweise über Jahrzehnte kein Niederschlag.

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